Speedcup Bad Wünnenberg 2018

Saisonauftakt 2018 …. das bedeutet auf nach Bad Wünnenberg in der Nähe von Paderborn. Seit Jahren verwöhnen uns Sascha und seine Mitstreiter vom FMC Albatros e.V. zum Start der neuen Saison mit einem super Speedtreffen auf dem Sintfeld.

Dieses Treffen ist geprägt von einer lockeren Atmosphäre, bei der sowohl absolute Einsteiger, als auch alte Hasen auf ihre Kosten kommen. Erfahrungsaustausch und Fachsimpeln am laufenden Band, immer was leckeres auf dem Grill, und am Samstag das gemeinsame Lagerfeuer bis spät in die Nacht. Die Fahrt nach Bad Wünnenberg habe ich noch nie bereut. Immer wenn die unzähligen Windräder in Sichtweite kommen stellt sich ein ganz besonderes Gefühl ein… Bad Wünnenberg… True Home of Speed!

In 2018 ist bei mir „Speederpause“ angesagt, also keine neuen Modelle am Start und keine Ambitionen bei Wettbewerben. Aber Speedcup in Bad Wünnenberg muss sein, keine Frage! Da alle meine Speeder irgendwie defekt sind musste eine Alternative her: Aus vorhandenen Resten und Kellerfunden habe ich mir eine FireBlade Classic aufgebaut. Nicht schön der Hobel, schon gar nicht leicht. Die Aufgabe 2018: Ziel ist es ein Trainings Setup zu finden, was mit Komponenten von der Stange 400Km/h in der Strecke bringt und gleichzeitig möglichst wenig Strom zieht. Die Idee: Spannung hoch, Strom runter. Wie sieht das Setup aus?

  • Scorpion 4525/370kv => Mikado Logo Edition (KEIN Tuning, aus der Schachtel!)
  • YGE 200 HV (Ok, geht auch kleiner, aber war übrig) :-)
  • 3x 5s2200er SLS APL v2 45C Zellen in Reihe = 15s 2200er
  • Prop: 8,6×17 Klapp Prop (lag noch zufällig in der Kiste)

Mit den Komponenten hat die FireBlade Classic ca. 2600g Abfluggewicht. Zu viel laut FAI Reglement, aber wir machen das nur zum Spaß und für Training. Beim dritten Flug war das Ziel erreicht… 399Km/h im Mittel, also Links+Rechts durch die Anlage geflogen (ohne Windeinflüsse). Am Prop lagen ca. 18500 Touren an, Strom im Peak bei 60A fallend auf 55A. Laufzeit ca. 65-70s. Die Zellen werden nicht wärmer als nach der Heizbox (ca. 42 Grad) und haben Lagerspannung. Da ist noch viel Platz für Tuning, aber das war diesmal nicht das Ziel.

Beim letzten Flug am Samstag hat es die FireBlade dann erwischt. Man sollte sich nie zu sicher sein, und wenn ein Landeanflug nicht passt lieber durchstarten. Das habe ich nicht gemacht und eine Stange des Sicherheits Zauns erwischt. Fläche beschädigt, Rumpf gebrochen. Wieder ein Speeder auf der Repair Liste. :-(

Nach einigen Jahren Pause war „Mr. Messanlage“ a.k.a Christian Erdt mal wieder bei einem Speed Treffen zugegen. Er hat die Anlage gebaut und die Software dazu programmiert. Um mal einen Eindruck zu vermitteln, wie das aussieht.

Die beiden Kameras werden im Abstand von 200m vor die Pylone gestellt und überwachen den Luftraum. Die Software erkennt die Speeder und berechnet die Zeit, wenn der Eingang/Ausgang der Strecke durchflogen wurde. Alle Daten laufen dann über Netzwerkkabel auf dem Laptop ein, und werden in einer Excel Datei gespeichert. Dieses System ist ein Quantensprung gegenüber der Vorgängeranlage (die mit den Photozellen). Heute versteht keiner mehr, warum ich bei meinem Einstieg in den Speed Sport 3 Jahre für eine komplette 100% Wertung benötigt habe. :-) Diese neue Anlage ist um Klassen besser in der Erkennung der Speeder. Super Arbeit, Christian!

Was gab es sonst noch zu berichten? Nach dem Speedereinsatz blieb genug Zeit, die restlichen Modelle zu lüften: Raketengleiter, Schlepp Fluxkompensator. Sick, Leute! Schaut euch die Bilder an. Daniel hat mit einer von mir gebauten FireBlade XL die 450Km/h geknackt. Steve hatte seine große Speed Horten dabei  – 5 Blatt Pusher, super Sound und recht zügig.

Leider plant Sascha eine Pause einzulegen, so dass es Bad Wünnenberg in 2019 wohl nicht geben wird. Schade, aber solch ein Treffen ist viel Arbeit, was neben der eigentlichen Arbeit, Familie gestemmt werden muss. Somit wäre die Chance gegeben, dass andere Organisatoren/Vereine ein Saison Opening veranstalten könnten. Freiwillige?

Update Ende Juli 2018: Bad Wünnenberg 2019 wird wohl doch stattfinden. Gerüchte besagen, dass Siggi und Alex die Organisation übernehmen. Vorab Danke dafür!

Bei Fragen bitte einfach melden: Oliver(Punkt)Zanker(AT)Web(Punkt)de

Links:

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Speedcup in Spelle (2014)

Der Speedcup in Spelle sollte ein lockerer Saisonabschluss für mich werden. Dazu kam es nicht, später mehr.

Pünktlich zum Start des Speedcups am Freitag Morgen hatte der Wettergott ein Einsehen und schickte super Wetter für das ganze Wochenende. Wir hatten einen kurzen Schauer am Samstag, sonst super Bedingungen.

Spelle2014_Aufbau01Ich hatte die Messanlage in Ballenstedt eingepackt, weil Christian Erdt an dem Termin nicht kommen konnte. Logistisch ist da einige Vorbereitung zu treffen, denn mein T4 war bis unter die Decke voll mit Equipment, schließlich mussten Zelt, Speeder und Zubehör auch noch mit.

Es waren einige Piloten aus der Elektro und Verbrenner Fraktion gekommen, leider weniger Teilnehmer als letztes Jahr. Die Limited Wertung war noch offen und einige Teilnehmer hatten Ambitionen angemeldet die 412Km/h von Markus zu übertreffen.

Mein Plan für das lange Wochenende waren ein paar entspannte Flüge und Tests mit einem simulierten Limited Setup. Simuliert deshalb, weil ich mit zu schweren 3500er 10s unterwegs war. Ziel war zu schauen, was an Speed geht, ohne die Akkus beim ersten Flug zu grillen. Mein normales Setup ist 10s 5000er Lipos und auch dort werden die Akkus nach dem 4ten Durchflug schon sehr warm. Der Freitag war für mich etwas stressig, weil wir zuerst die komplette Messanlage aufbauen mussten. Diesmal ohne die Hilfe des „Kernteams“, denn auch Andreas war nicht dabei. Die Anlage für die Speedcups ist zwar einfacher als die Weltrekord (WR) Version von Ballenstedt (mit den Highspeed Kameras), aber immer noch komplex genug. Die Anlage stand am Rand eines Maisfeld und die Kameras schauten knapp über den Bewuchs. Es war nicht ganz trivial, die ganzen drehenden Windräder aus dem Sichtfeld der Kameras zu entfernen. Schlussendlich hat es gut geklappt und wir hatten 3 Tage verlässliche Messungen.

Detlef und der Speller Verein haben sich in Sachen Verköstigung voll reingehängt: Frühstück satt und Mittags/Abends wurde gegrillt. Am Samstag Abend gab es lecker Backschinken mit allem Zubehör. Mein Diätplan hat gelitten, so lecker war es. Samstag Nacht haben wir das Lagerfeuer angeschmissen und bis spät in die Nacht durchgehalten. Sonntag Morgen sah ich einige Gesichter, die nicht ganz fit waren. Die Holländer haben wieder gewonnen! Mehr sage ich nicht… :-)

Spelle2014_LagerfeuerDas FireBlade Team war fast vollständig angetreten und es gab auch Flüge mit der neuen FireBlade XL zu sehen. Alex hat fleissig gebaut und auch geflogen, leider immer nur Messungen von einer Seite, so dass ein vorderer Platz in Limited nicht zu machen war. Mario und Jochen waren ebenfalls im Rennen, aber bei Erstflügen sind halt keine Top Speeds drin, weil die Feinjustierung fehlt. Am Ende konnte niemand Markus seine 412Km/h von Siegendorf überbieten, so dass er P1 in der Jahrewertung 2014 behält.

Meine fliegerische Aktivität war um kurz nach 11Uhr am Samstag beendet. Letztes Jahr habe ich in Spelle meinen Flux einem Springbaum geopfert (beim Landeanflug). Diesmal musste mein WR Modell von Ballenstedt, der Typhoon XS, dran glauben. Ich war mit dem Light Setup und der 10.3×17 unterwegs, die guten MyLipo Akkus an Board. Der erste Durchflug war noch O.K., da fliege ich nie so hoch an, um Zeit zu sparen. Der nächste Anflug war weit und hoch, und dabei ist es passiert. Die obere Wende war nicht sauber, ich musste im senkrechten Sturzflug die Richtung korrigieren. Da ich mir in Ballenstedt auf den WR Versuchen einen weiträumigen Flugstil antrainiert habe war ich über dem Wald im Sturzflug. Die 3/10s Richtungskorrektur senkrecht haben gelangt, dass ich zu tief über die Baumwipfel gekommen bin. Mit einem lauten Knall beendete der Typhoon XS sein Leben! Ich und Markus haben dann noch was aus dem Wald fliegen sehen, konnten die Richtung aber nicht genau bestimmen. Es gibt ein Handyvideo von der Aktion. Ich werde das später hier reinstellen. Man sieht nicht viel, aber der Sound ist krass. Die anschließende Bergungsaktion brachte wenige Teile des Typhoons ans Licht. Danke für die Unterstützung Jungs! Nachfolgende Kleinteile haben wir gefunden, der Rest war außer Reichweite…

Spelle2014_TyphoonXSCrashDie Fläche des Typhoon XS lag in 12m Höhe auf einer Kiefer und vom Rumpf fehlte jede Spur. Mittlerweile erreichte mich von Detlef die Information, dass er den Rumpf lockere 300m von der Einschlagstelle gefunden hat. Er lag im Mais, ungefähr auf Höhe des Einflugtors. Ohne Fläche hat das Ding immer noch 2,5Kg und ist knapp 400Km/h schnell… das fliegt schon ein gutes Stück. Mein Flugvergnügen mit dem Typhoon XS währte leider nur kurz. Ich blicke zurück auf eine gute Saison 2014 mit dem Überschreiten der 400Km/h Grenze, einem 4ten Platz auf der DM und einem Weltrekord #196 Comb in Ballenstedt (446,96Km/h). Ich hatte noch keinen Speeder, der so gut geflogen ist! Die Reste des Typhoon XS werden einen ehrenvollen Platz in meiner Werkstatt bekommen. Nächste Saison lasse ich es ruhiger angehen und werde mit meinem eigenen Modell (F5D Größe), dem Demon Speed, an den Start gehen. Mir ist klar, dass man damit nichts reißen kann, aber Spaß werde ich trotzdem haben. Und die Form zu dem Flieger habe ich im Keller, also ist die Ersatzteilversorgung gesichert.

Für 2015 würde ich mir wünschen, dass Spelle mehr Teilnehmer anzieht. Der Speedcup ist super geeignet Speeder Luft zu schnuppern. Lockerer kann ein Treffen nicht sein, dazu ein super Platz mit perfekter Infrastruktur. Ohne Wettbewerbs Stress kann man auch einem Einsteiger in F3 Speed in Ruhe alles erklären und Flüge in der Strecke abspulen. Der Speller Verein hat mehr Teilnehmer verdient! Wir müssen da viel mehr in den Medien/Foren trommeln und Teilnehmer motivieren. Leider habe ich diesmal meine Kamera vergessen, so dass ich nur wenige Bilder mit dem Smartphone gemacht habe. Für einen kleinen Eindruck sollte es langen.

Externe Links und Quellen:

RC Network Thread – Speedcup Spelle

Termin bei Speedscene e.V.

Speedcup Siegendorf (AT) 2014

Der Speedcup in Siegendorf ist das erste Highlight im Speederkalender 2014. Auf keinem mir bekannten Modellflugplatz ist der Flugraum besser zum Speeden geeignet. In Deutschland müssen wir da schon einen manntragenden Flugplatz mieten, um ähnlichen Luftraum zu bekommen. Nachteile: Lange Anreise von meinem Wohnort und nervige Stechmücken am späten Abend. Jeder Kilometer war es wert, so viel vorab!

Zeit für den Erstflug meines neuen Flaggschiffs! Der Typhoon XS von Marcus Koch in einem von mir bestellten Spezialdesign. Eine Schönheit in Spread Tow…

Sieg14_06Sieg14_05Schwarz muss schon sein, für mich, und die Messanlage natürlich. Staudruckrohr ist gleich in der Fläche mit eingebaut, doppelte D-Box, komplettes HV Setup mit Graupner DES 930 BB MG und Gegenlager, Gigaflaps am HLW und ordentlich Platz im Rumpf. Meine alten 3500er Akkus aus dem Flux nehme ich zum Einfliegen, dafür ist Siegendorf ideal. Viel Platz, und immer etwas Wind, damit die Fuhre im Endanflug auch etwas abbremsen kann. Folgende Bilder habe ich von Florian Müller (Copyright) übernommen:

Sieg14_01Sieg14_02
Mir waren 4 Flüge gegönnt, um mich langsam an den Vogel zu gewöhnen. Richtig ausgetrimmt fliegt sich der Typhoon sehr einfach und man kann sich auf die wesentlichen Aufgaben des Speedens konzentrieren: Die Anlage zum Auslösen zu bewegen! Mit schlappen Akkus und der 10.5×17 bin ich 395Km/h im Mittel geflogen. Mein Ziel einer 400er Wertung ist mir auch im dritten Jahr Speedcup bis jetzt nicht gegönnt. Motor ist ein PC4234, 45er Mittelteil, YGE160HV, 10s 3500 Akkus (SLS XTron 30C und Gens Ace 60C).

Konfuzius sagt: Benutze immer den Motor Kill Switch deiner Anlage!

Warum nur 4 Flüge an einem 3 tägigen Speedcup? Das mag sich mancher Leser gefragt haben. Nun, ich schaffe es immer wieder meine Speeder in einen flugunfähigen Zustand zu versetzen. Talent, zumindest in dieser Technik, ist mir in die Wiege gelegt. Was war passiert: Ich wollte den ersten Flug mit kompletter Unilog Bestückung durchführen (Speedrohr, Drehzahl, Stromsensor). Dabei kommt leichter Stress auf, weil eine Menge an Kabel verstaut werden will. Meine Anlage lag link neben dem Modell. Anlage an, Modell Strom an, Servo Check, Akkus angeschlossen, Flügel aufgeschraubt. Dann tape ich immer noch vorne und hinten mit Coroplast den Flügel ab. Ich schiebe also den Typhoon auf dem Tisch nach links, so dass der Flügel vorne Luft zum abtapen bekommt. Dabei kommt ich mit dem Flügel an den Gasknüppel meiner Anlage, 7KW Motor laufen los! Im Reflex drücke ich den Typhoon auf den Tisch und ziehe das Teil zurück. Der Prop kommt an die Tischkante und explodiert sofort. Nach einer Schrecksekunde kann ich den Motor abstellen. Einige Kameraden in meiner unmittelbaren Umgebung sind leicht blass im Gesicht. Sorry Jungs!!!! Von dem Prop sind nur kleinste Splitter übrig geblieben. Einige stecken in meinem Unterarm, aber keine große Sache. Der Tisch hat auch einige Macken abbekommen. Viel, viel Glück gehabt, dass hier nichts schlimmeres passiert ist. Meine MPX Royal hat einen „Kill Switch“ für den Motorkanal, um genau solche Probleme zu vermeiden. Nur aktiviert hatte ich den Switch diesmal nicht! Die Reste des 10.5×17 Props habe ich mir an eine Schnur gebunden, welche von nun an als Warnung in meinem Zelt hängen werden. Spart euch diese Erfahrung! Äußerste Vorsicht beim Umgang mit „scharfen“ Fliegern. Wir hatten im Verein schon tiefe Schnittwunden mit Easy Glider Antrieben. So ein Speeder ist noch um einiges schlimmer, also trefft entsprechende Gegenmaßnahmen.

Sieg14_09Nach dem Vorfall habe ich alles demontiert und mir eine 1h Pause zum runterkommen gegönnt. Ein nächster Flug sollte mir leider nicht mehr gegönnt sein. Das linke QR Servo hat sich bei dem Unfall verabschiedet. Beim Runterdrücken des Typhoons auf den Tisch habe ich die Linke Klappe gegen die Tischkante gedrückt. Da ist jetzt eine kleine Macke. Somit hat sich das Servo gegen mein Körpergewicht wehren müssen. Ich habe gewonnen, das DES 930 HV hat verloren. Wie ich das Servo ausgetauscht habe ist hier dokumentiert.

Splitter – Was gab es noch zu sehen?

In Siegendorf war der erste offizielle Showdown der Limited und Holzklasse. Dabei zeigte sich, dass zwar etliche Flieger darauf zugeschnitten sind, aber nur sehr wenige Regelkonform bewegt wurden. Einige Piloten wollten auch nicht in die Rangliste aufgenommen werden. Das Reglement Problem vieler Piloten: Es hätte Blei im Flieger gebraucht, um den gegebenen Akku mitführen zu dürfen. Markus Schweinhuber zeigte einen gut abgestimmten Monster 1.1, den er schlussendlich mit 412Km/h im Mittel durch die Anlage jagte. Platz 1 in der Limited Wertung bis jetzt. Die Holzspeeder waren knapp darunter, aber 385Km/h wurde mehr als einmal erreicht. In Spelle kommt der finale Shoot Out der neuen (inoffiziellen) Klassen für 2014, da bin ich mir sicher.

Es gab 2 Brände zu vermelden. Am Samstag brannte ein Weizenfeld in unmittelbarer Nähe zum Flugplatz (hier Bilder und Infos). Der Jugendtruppe um Erwin Schamburger ist ein 2/3 Holzspeeder im Landeanflug abgestürzt. Kurz davor wurde das betreffende Weizenfeld abgeernet. Als ich den Jungs helfen wollte den Flieger zu bergen, bemerkte ich Rauchschwaden im Feld. Erster Gedanke: Absturz, Lipo, trockenes Feld …. wir sind Schuld! Nach einiger Hektik …. gemeinsamer Löschversuch, Feuerwehr, Polizei … stellte sich heraus, dass der Flieger an einer ganz anderen Stelle abgestürzt ist, und nachweislich nicht den Brand verursacht hat. Da hat wohl der Mähdrescher Funkenflug verursacht und einige Minuten später hat ein Windstoß das Feuer entfacht. Mehr Spannung als nötig, aber alles gut ausgegangen. Am Sonntag brannte die Hütte des Gastgeber Vereins. Na ja, es brannte nicht offen, aber es schwelte die Wand direkt neben dem Stromgenerator. Erschwerend kam hinzu, dass die Wand mit ordentlich Torx Schrauben befestigt war. Es hat gedauert, bis wir das gelöst hatten. Schlussendlich ist es glimpflich ausgegangen. Die Umgebung in Siegendorf hatte seit 6 Wochen keinen Tropfen Regen gesehen. Hätten wir den Feldbrand am Samstag nicht eingedämmt, bis die Feuerwehr eintraf, wäre wahrscheinlich ein großer Landstrich an Weizenfeldern in Flammen aufgegangen. Dann wäre Schluss mit Speeden gewesen…

Mein Moskitonetz über dem Hut wurde zuerst belächelt, dann habe ich gelächelt, als die Kollegen vor den Stechmücken geflüchtet sind. Ich bin eigentlich immer für gemeinsames Camping auf dem Flugplatz, zumal die Lage in Siegendorf wirklich schön ist. Aber durch die Nähe zum Neusiedler See hat es einige Stechmücken. Das sind nicht nur wenige Exemplare, das sind Horden. Und die warten nur auf leckere Modellflieger. Tagsüber kein Problem, nur ab 21:30 ist die Schonzeit vorbei. Mein Hotel hatte Fliegengitter vor den Fenstern… :-)

Mein ausdrücklicher Dank gilt dem Verein in Siegendorf, der seinen Platz für uns öffnete. Peter Erdt hat sich voll ins Zeug gelegt, um uns lecker zu verköstigen. Allen Helfern ein großes und dickes DANKE! Wenn es sich terminlich einrichten lässt komme ich gerne wieder nach Siegendorf! Ich denke, ich spreche hier auch im Namen der Kollegen. Wir haben uns sehr wohl gefühlt bei euch.

Erwin Schamburger hat sich wieder mächtig ins Zeug gelegt und ist mit kompletter Jugendtruppe aufgelaufen. So können die Jungs mal sehen, welche Sparten an Wettbewerb es gibt. Geschlagen haben sich die Youngster sehr gut. Es gab einige Wertungen mit folgenden Modellen: 2/3, Gixxer, Speed Ninja, Vollstrecker. Vor allem der Gixxer ist immer ein Highlight für mich, weil die Jungs den im Rückenflug starten (Tiefdecker!). Erwin wird einen Bericht für die FMT erstellen, also Obacht in nächster Zeit. Erwin, Danke für deinen Einsatz zur Nachwuchsförderung und Öffentlichkeitsarbeit!

So, habe fertig. Die nächsten Speeder Termine stehen an. Zum einen die Deutsche Meisterschaft in Tussenhausen. Dann, wenige Wochen später, die Weltrekord Versuche in Ballenstedt. Abschließend hier der Link zu den Ergebnissen aus der Messanlage und noch einige Bilder. Let the Air burn!

Speedcup in Spelle (2013)

Mit Spelle tauchte Anfang 2013 ein neuer Verein in der Veranstaltungsliste auf, der einen Speedcup ausschrieb. Detlef, Lukas und Christof haben viel Engagement gezeigt und eine super Veranstaltung auf die Beine gestellt. Doch der Reihe nach…

Ende August, Anfang September traf sich eine überschaubare, aber illustre Gruppe von Speedern ein. Der Platz in Spelle (GPS: N 52.399277 / E 7.454432) liegt mal wieder im hohen Norden. Zumindest aus meiner Sicht, den ich wohne ungefähr in der Mitte von Deutschland. Bis auf Siegendorf (AT) war ich bisher immer nur im Norden. Gibt es im Süden keine Speeder mit Flugplatz? Geflogen wurden Verbrenner Speeder, Voll CfK/GfK Elektro Speeder und Obstkisten! Ja richtig gelesen, so nennen die Piloten liebevoll ihre Holzspeeder. Die Diskussion und Ausschreibung kann man in RC Network nachlesen. Vom Speller Verein wurde eine extra Wertung für 2/3 Modelle ausgeschrieben. Und die Jungs haben es richtig spannend gemacht, wer die Sachpreise am Ende bekommen sollte. Trotz schwieriger Bedingungen mit deutlich Wind wurden Geschwindigkeiten von über 300Km/h im Mittel erreicht. In den Top 3 war alles sehr nah beieinander und die jungen Piloten haben sich von Flug zu Flug gesteigert. Weiter so!

Es gab neue Modelle zu sehen! Alex brachte mit dem Fireblade ein neues Voll CfK Geschoss an den Start. Leider spielte die Technik nicht mit, so dass nur wenige Flüge zu sehen waren. Potential ist vorhanden, nur an der Umsetzung wird noch gearbeitet. Vor dem Wohnwagen von Andreas konnte man einen Teil der Urmodelle vom Peregrine bestaunen. Dieser Speeder geht an das maximal erlaubte des FAI Reglements. 5Kg Gewicht, über 2m Spannweite, ein Rumpf von fast 160cm Länge. Die Fläche könnte auch als Surfbrett durchgehen. Erster Einsatz des Modells, welches mit ca. 10-15KW Elektro Power befeuert wird, soll auf den kommenden Weltrekord Versuchen in Ballenstedt stattfinden. Gerüchte besagen, dass der erste Peregrine Raubvogel in freier Wildbahn in Österreich gesichtet wurde. Es wird spannend in Ballenstedt, die Urmodelle machen einen sehr guten Eindruck.

Der Platz in Spelle ist sehr gut gelegen. Und ruhig! Als Bewohner des Rhein-Main Gebiets bin ich mit Autobahn A5, Eisenbahn und Flugplatz Frankfurt anderes gewöhnt. Das Flugfeld ist ca. 500m lang, so dass Landungen eigentlich keine Probleme bereiten sollten. Sehr breit ist der Platz allerdings nicht. Und in unmittelbahrer Nähe stehen einige Windräder. Diese sind ca. 400m vom Platz entfernt, wirken aber bedrohlich. Da muss man sich dran gewöhnen. Beim Speeden gab es keine Probleme damit. Die Messanlage wurde knapp hinter die Platzgrenze auf einen abgeernteten Acker gesetzt und hat über das Wochenende sauber funktioniert. Wechselnde Wetterbedingungen sorgten für einigen Stress, ein kleiner Schauer am Samstag war dabei. Neben dem im Norden üblichen Wind waren die Flugbedingungen optimal.

Verluste gab es natürlich auch zu beklagen. Spelle hat „Springbäume“! Meinem Flux ist im zweiten Flug am Freitag eine Kiefer in den Weg gesprungen. Im Landeanflug habe ich die Kurve nicht eng genug genommen und der Flügel blieb an der Kiefer hängen. Der Flux ist aus 5m Höhe auf den Leitwerksträger gefallen, welcher dann gebrochen ist. Das war es mit meinem Flux. Rest in Peace! Jochen´s 4/5 Holzspeeder machte 20m weiter ähnliche Erfahrungen. Mario hatte einen Flächenplatzer mit Strukturversagen. Jochen hatte besonderes Pech, dass sein Ersatzmodell (2/3) den Abfangbogen durch einen angrenzenden Wald fliegen wollte. Zum Glück konnten wir alle Teile vor Sonnenuntergang bergen.

Es war ein rundum gelungenes Treffen. Falls das Treffen nächstes Jahr wieder stattfindet, was ich sehr stark begrüßen würde, könnten einige Kollegen mehr das Event bereichern. Wir waren sogar international: Rene aus Holland brachte seine Funjet Armada mit und flog mit einem Sundowner solide 210Km/h durch die Strecke. Einsteiger kamen voll auf ihre Kosten, weil viele Flüge durch die Anlage absolviert werden konnten. Samstag Abend gab es extrem leckeren Backschinken und der Grill war im Dauereinsatz. Am Abend durfte das obligatorische Lagerfeuer nicht fehlen. Hat Spaß gemacht, auch wenn ich nicht viel geflogen bin. Noch ein paar Bilder…

Weitere Quellen:

Bilder von Andreas – Spelle 2013

Speedcup Siegendorf (AT) 2013

Der Speedcup in Siegendorf ist beendet, die Wunden werden ab jetzt geleckt. Dazu später mehr. Bei nahezu idealen Flugbedingungen trafen sich die Speedjünger beim MFC Siegendorf, um für die nahende Speed DM in Osnabrück an den Setups zu feilen. Christian und Team haben optimale Bedingungen geschaffen, um viele Flüge zu ermöglichen. Der Flugplatz ist dazu optimal: Weit entfernt von jeglicher Bebauung, so dass kaum Flugzeiten zu beachten sind, keine Bäume im Flugsektor, die Sonne ab 11Uhr im Rücken. Dank einer überschaubaren Teilnehmerzahl waren viele Flüge realisierbar. Eine sehr entspannte Veranstaltung. Danke an Christian und das Team vom MFC Siegendorf!

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Wo gehobelt wird, da fallen Späne!

Den Spruch kennt jeder, man hofft aber, dass es einen selber nicht trifft. Tja, diesmal war das Speederglück nicht jedem gegönnt. Die Speedflieger werden im Grenzbereich bewegt, was jegliche kleine Fehler zu einem Desaster werden lassen kann. Dabei hat man Glück im Unglück, oder eben nicht. Ich lasse zuerst ein paar Bilder sprechen…

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Christian testete in seinem Tomahawk T ein 14s Setup für die kommenden WR Versuche. Bei Flug No.1 hatte der Steller noch ein „Voltage Cut Off“ als Selbstverteidigung aktiviert. Dies wurde in Flug No.2 deaktiviert. Im Flug hat dann wahrscheinlich eine Zelle im Pack das Zeitliche gesegnet und angefangen zu brennen. Das blieb natürlich nicht ohne Folgen: Smoke on! Mit sichtbarer Rauchfahne hat Christian den Tomahawk routiniert gelandet und die Helfer standen schon mit Werkzeug parat, um zu retten, was zu retten war. Ich glaube Motor und Fläche waren noch brauchbar, der Rest ist Sondermüll. Übel riechender noch dazu.

Sascha hatte weniger Glück. Von seinem Scimitar blieb nichts mehr übrig, als der Speeder mit 400 Sachen senkrecht in das angrenzende Weizenfeld eingeschlug. Out of Control blieb nur die unangenehme Situation des Zuschauers. Nach kurzem Rauchzeichen starteten wir eine Bergungsaktion im Feld. Der Scimitar musste mit einem Spaten ausgegraben werden. Rest in Peace!

Ralph sein Speed Segler erwischte ein Luftloch im Landeanflug, was einigen Schaden verursachte. Jochen beklagte bei seinem ersten 6s Flug im 4/5tel Speeder einen Motorplatzer (Scorpion 3026). Ich selbst kam mit Glück im Unlück davon. Nach dem 5ten Flug am Freitag verabschiedete sich mein HLW Servo im Flux. Allerdings erst nach der erfolgreichen Landung! Passiert sowas im Flug nehme auch ich den Spaten und eine ausreichend große Tüte mit zur Bergung. So blieb mir nur das zweifelhafte Vergnügen den Flux aufzuschneiden und das Servo gewaltsam zu entfernen. Aber er lebt noch!

Thema Messanlage. Die Erkennungsraten waren diesmal optimal. Wer sauber fliegt bekommt immer eine Messung. Neu ist ein akustisches Signal, wenn eine Erkennung der Kameras vorliegt. Dies signalisiert dem Piloten sehr genau, wie optimal die Flugbahn getroffen wurde und lässt somit sofortige Korrekturen zu. Eine klare Verbesserung. Ich habe mir die Arbeit des Messanlagen Operators erklären lassen und konnte nach 2-3 Runs weitere Flüge alleine managen. Der Betrieb ist nach einer kurzen Eingewöhnung sehr einfach.

Eigener Anspruch versus Realität: Was man aus Logdaten lernen kann…

Mein Jahresziel ist endlich eine komplette Wertung über 400 Km/h zu erziehlen. Das dies kein Kindergarten ist war mir von Anfang an klar. Nicht jedoch, dass die Hürde auch mit nahezu optimalem Material so hoch liegt! Als Einleitung empfehle ich die Lektüre „Gedanken zum Antrieb“ von Ralph Okon, welche auf Powercroco.de zu finden ist. Die Ausgangslage ist wie folgt:

  • Modell: Fluxkompensator
  • Motor: Powercroco 4234 (Hammerantrieb!)
  • Akkus: 10s / neu und mit Dampf!
  • Steller: YGE 160HV
  • Propeller: 11×20 aus eigenen Formen
  • Fähigkeiten des Piloten: Na ja … wir schweigen lieber! :-)

Der Antrieb lief auf dem Prüfstand von Ralph mit einer 10.4×20 bei 18800 Touren und weit jenseits von 200A. Ich habe mir allerdings eine 9.4×20 auf den Flux geschraubt, weil ich dachte dies würde locker für 400 Sachen langen. Weit gefehlt! Im letzten Flug am Freitag, das war mein Erlebnis mit dem HLW Servo im Flux, hatte ich zum ersten mal einen Logger im Flug dabei. Sonst habe ich nur sporadisch Standmessungen durchgeführt, weil das Loggerzeug damals nicht in den Flux passte. Jetzt mit neuen Zellen und einer anderen Anordnung ergeben sich neue Möglichkeiten. Exemplarisch hier ein Auszug vom letzten Run des Fluges. Die Akkus waren somit nicht mehr frisch, hatten am Ende der Strecke aber immer noch 33,5V Lastspannung. Alles im grünen Bereich.

Unilog_PC4234_9.4x20Drehzahl ist hier ca. 19000 bei etwas über 150A Strom. Gibt man diese Werte in den Speed Rechner ein, so ergibt sich folgendes Bild:

Speedcalc80% Pitchspeed, was mit einem Flux durchaus im realistischen Bereich liegt, ist bei ca. 460Km/h. Wenn man sich aber meine Ergebnisse ansieht, dann kommt das in der Realität nicht an. 370, 380, 418Km/h waren meine Messungen. Keine 100% Wertungen wohlgemerkt, daran hapert es noch. Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich die Strecke nicht treffe und wohl ein lausiger Speeder bin: Was ist da los? :-)

Lesson learnd…

Ich habe mir die Logs geschnappt und mich mit Ralph besprochen, da er unbedingt Ahnung von der Materie, und reichlich Erfahrung im Auswerten von Logdaten hat. Mysterium No.1: Der Strom vom Speed Rechner passt nicht zu den Logdaten aus dem Flug! Erklärung: Jede Luftschraube hat einen eigenen Exponenten, der sehr deutlich in die Rechnung einfließt. Für die 11×20 liegt dieser im Bereich 2.92 und nicht bei 3.0, was der Standard Einstellung im Speed Rechner entspricht. Und siehe da, auf einmal passen die Ströme bis auf ein paar Ampere genau. Der Exponent ändert sich sehr deutlich, wenn man zwar den 11×20 Prop verwendet, aber auf ein Mehrblatt Setup wechselt (3 Blatt oder 5 Blatt Setup z.B.).

Mysterium No.2: V-Pitch und erreichte Fluggeschwindigkeit weichen stark voneinander ab! Dies ist nicht ganz so einfach zu erklären, und ich hoffe die Sachlage richtig in Erinnerung zu haben. Drehzahl des Propellers und Schub sind unabdingbar miteinander verbunden. Dies wird natürlich noch vom Modell (aerodynamisch oder Typ Schrankwand?) und dem Fluggewicht beeinflusst. Wenn der Schub nicht zum Modell passt quirlt der Prop nur Luft und „greift“ nicht richtig. Genau das scheint in meinem Fall zu passieren. Die Drehzahl ist mit 19k mehr als ausreichend, nur der Schub scheint nicht zum Modell zu passen. Ralph meint, dass man das auch im Log sehen kann. Ich sehe da noch nicht viel, was aber hoffentlich an mangelnder Erfahrung liegt. Greift der Prop sollte man das an der Stromkurve deutlich sehen können, da der Strom deutlich fallen muss. Bei mir fällt der Strom aber nur in der ersten Phase von über 160A bis knapp unter 150A. Hätte ich den Höhenverlauf noch in das Log gepackt würde man sehen, dass der Flux hier senkrecht beschleunigt. Danach steigt der Strom wieder etwas über 150A und bleibt dann in ungefähr konstant. Dies ist die Phase, als der Flieger durch die Strecke geht (horizontaler Flug). Fazit: Der Schub passt nicht zum Modell, der 9.4×20 Prop kann dadurch nicht in den optimalen Bereich gelangen. Mögliche Lösung? Größeren Propeller verwenden! Wie groß muss der Propeller sein? Na…. genau richtig für die angestrebte Geschwindigkeit. Versuch macht klug. Dazu bin ich in Siegendorf leider nicht mehr gekommen, da das HLW Servo im Flux abgeraucht ist. Auf der kommenden Deutschen Meisterschaft in Osnabrück werde ich den Beweis dieser Thesen angehen. Stay tuned!

Lesson learned! Speedfliegen ohne Logger ist sinnbefreit, wenn man weiterkommen möchte. Ohne genug Daten hat man wenig reale Chancen, um sinnvolle Verbesserungen umzusetzen. Danke Ralph für deine Denkanstösse und deinen Erfahrungsschatz bei der Analyse von Logdaten!

Weitere Bilder auf der Webseite von Andreas: Siegendorf 2013

Speedcup Bad Wünnenberg 2013

Die Wetterprognosen für den Speedcup in Bad Wünnenberg waren sichtlich eingetrübt. Dennoch fanden sich zahlreiche Piloten ein, darunter nicht nur erfahrene Speeder, sondern auch etliche Einsteiger. Der Speedcup in Bad Wünnenberg hat sich einen guten Namen gemacht, was sicher Sascha und Siggi als Veranstalter zu verdanken ist. Vielen herzlichen Dank für euren Einsatz!

Von Klimaerwärmung war dieses Jahr nichts zu spüren. In der Nacht von Freitag auf Samstag stand das Thermometer bei 1,3 Grad über Null. Das Wetter zeigte sich tagsüber aber überraschend freundlich, so dass der komplette Freitag und am Samstag bis 16 Uhr geflogen werden konnte. Danach setzte leichter Dauerregen ein, der dank einem großen Zelt überbrückt werden konnte. Am Sonntag war kein Fliegen möglich, Woodstock Feeling. Lassen wir die Diskussionen über das Wetter. Wir haben nunmal einen Outdoor Sport und müssen es nehmen wie es kommt.

Traditionell ist Bad Wünnenberg der erste Showdown des Jahres und viele Piloten kommen mit neuen Modellen bzw. Setups. Zusätzlich wurde eine neue Messanlage eingeweiht, die über den Herbst/Winter entwickelt wurde. Die Karten wurden also neu gemischt. Christian z.B. hat heimlich, still und leise über 2 Jahre an seinem eigenen Voll GfK Speeder „Hellraiser“ gearbeitet und dann in Bad Wünnenberg seinen ersten Flug durch die Messanlage gewagt.

BW13_06

Der Flug endete mit einem Mittelwert von 425Km/h! Das ist einfach nur sensationell. Ich denke man kann das Dauergrinsen in seinem Gesicht erkennen.

An Holzfliegern waren etliche Konstruktionen von Erwin Schambuger zu sehen, der es dieses Jahr leider nicht nach Bad Wünnenberg geschafft hat. Hier zeigt sich, dass seine Idee aufgegangen ist Einsteiger für Speedcups zu motivieren. Ninja Speed und 2/3 (Zwoadrittel) waren einige am Start. Daneben konnte man auch noch 4/5tel Modelle sehen. Der 4/5 ist eine vergrößerte Version des 2/3, die bis 10s Lipo aufnehmen kann und in einer gemeinschaftlichen Aktion einiger RC Network User entstanden ist. Auch hier waren schöne Flüge zu sehen. Schlussendlich hatte der 2/3 den besseren Speed zu verzeichnen. Der kleine Holzwurm schafft über 350Km/h!

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Ich selber hatte an den beiden Tagen 9 Flüge mit meinem Fluxkompensator. Dabei habe ich etliche Setups getestet, bin aber meinem Ziel einer 400er Wertung nicht näher gekommen. Aus Platzgründen bekomme ich keinen Logger mehr in den Flux, daher fehlt mir einfach die Datenbasis für eine Analyse der Flüge. Denke mal meine Lipos sind nicht mehr richtig bei der Sache. Das muss es sein! :-)

Für den nächsten Speedcup in Siegendorf/Österreich plane ich den finalen Test für die Deutsche Meisterschaft. Ziel ist es den Powercroco 4234 in den Flux zu verbauen und dann mit neuen 10s 3700er Lipos die 400er Wertung zu durchbrechen. Das wird nicht einfach: Einmal fliegerisch, denn die Messanlage muss man treffen. Zum anderen ist der Motor ein Monster und sprengt derzeit mein Gewichtslimit von 2500g (bei 75g dm² Regel) im Flux. Einer meiner nächsten Artikel hier wird den Umbau des Flux beschreiben. Abschließend einige Bilder vom Speedcup 2013 in Bad Wünnenberg.