Weltrekord Versuche 2015 in Ballenstedt

Alternative Überschrift: Riders on the Storm!

Tja, der Sommer in Deutschland ist 2015 schon sehr eigenartig. Die Woche vor den WRV hatte es Temperaturen an die 40 Grad im Schatten, aber am langen Wochenende (FR/SA/SO) der Veranstaltung zog ein heftiger Sturm über das Fluggelände. Beginnen wir der Reihe nach….

Als Contest Director der Veranstaltung bin ich Donnerstagnacht in Ballenstedt auf dem Flugplatz angekommen und konnte sogleich die Heli Piloten Miles Dunkel und Frank Strupp begrüßen. Diese erste Nacht war noch sehr angenehm und stressfrei. Am nächsten Tag haben wir dann ab 8:30 angefangen aufzubauen. Da wir mitten auf der Rasenfläche des Flugplatzes unser Lager hatten ist Null Infrastruktur vorhanden. Also haben wir das Sicherheitsnetz, Absperrungen, die HighSpeed WRV Messanlage, und Zelte bzw. Vorzelte der Wohnwagen aufgebaut. Nun waren auch fast alle WR Piloten anwesend, so dass gegen 12:30 Uhr ein erstes Pilots Briefing abgehalten werden konnte. Dieses Jahr standen etliche Rekordklassen auf der Agenda: Neben den bekannten Flächenklassen #175 / #196 und der Heli Klasse #203 auch Heli Dauerflug, Solar Dauerflug, Solar Speedflug und Solar Streckenflug. Daneben waren auch internationale Piloten angereist, um den Italienischen und den United Kingdom Speedrekord zu brechen.

Die Wettervorhersage war nicht optimal. Freitagnachmittag leichter Wind aus östlichen Richtungen, aber etwas schwül. Für den Samtag war schwerer Sturm angesagt und Sonntagvormittag noch Wind, aber besseres Wetter. Wettbewerbsende sollte Sonntag gegen 13Uhr sein. Somit blieb realistisch für Rekordflüge nur der Freitagnachmittag und der Sonntagvormittag/Mittag. Nicht viel Zeit, um sich an die lange WR Strecke zu gewöhnen (300m) und das Material optimal abzustimmen.

Gegen 14:30Uhr am Freitag war es dann soweit, und der UK National Rekord #175 gebrochen. Tom Stallan konnte mit der Chimera 426,79Km/h erreichen. Bei seinem ersten Einsatz in der Strecke keine schlechte Leistung. Wie ich hörte wird für die kommende Saison aufgerüstet.

WRV2015_UK-RecordKurz danach wurde der Heli Speedrekord mit 282,65Km/h von Miles Dunkel geknackt. Der erste Heli Streckendurchflug über 300Km/h von einer Seite war zu verzeichnen, und das auf der 300m WR Strecke.

WRV2015_Heli-RecordGegen 16:45 war dann der zweite National Record #175 gebrochen. Team Italia konnte 376,76Km/h erzielen. O.K., der Rekord stand vorher bei 0,00Km/h. Aber Gery hat sich von Flug zu Flug gesteigert. Seinen Speedbird DP hat er eigens für diese Veranstaltung entworfen und 3 Modelle komplett selbst gebaut. Die Speed Szene in Italien ist nach seinen Aussagen sehr klein bzw. nicht vorhanden. 2500Km Anreise sind auch eine Hausnummer, Respekt!

WRV2015_IT-RecordDie anderen Piloten brachten am Freitag keine Speeds in Rekordnähe zustande. Es fehlten schlichtweg 20-30Km/h. Diese „Wetterfühligkeit“ der Setups hat u.a. mit Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu tun. Dazu später mehr. Ach ja, einen Rekord gab es am Freitag noch zu vermelden: Solar Streckenflug mit 1140m. Holger Lambertus konnte diese Leistung bei widrigen Bedingungen erfliegen. Die Solarflieger erhalten die Motorenergie aus ungepufferten Solarzellen, so dass Wolken vor der Sonne eher hinderlich sind. Die Leistung bricht massiv ein, sobald die Sonneneinstrahlung gedämpft ankommt. Leider habe ich kein Bild vom Piloten, sondern nur vom Modell.

WRV2015_SolarDie Solarzellen stammen aus der Produktion, die auch für die manntragende Solar Impulse verwendet werden. Vielleicht nicht die gleiche Sortierung, aber doch sehr gute Zellen. Holger hat in einem RC Network Thread ausführlich berichtet.

Der Samstag war dann aus Speedersicht leider ein Totalausfall. Die Sturmfront zog genau über den Flugplatz. Stellenweise hatten wir Böen von über 40kn aus westlichen Richtungen. Es gab nur kurze Zeitfenster, an denen überhaupt Flugbetrieb stattfinden konnte. Einzig Christian Schalk zeigte „cojones muy grandes“ und flog als einziger an diesem Tage seine Speeder. Am Tag zuvor noch Abschluss Party in der Schule und dann am Samstag bei Sturm Speeder fliegen, und den Rekord von Niklas Kahlich aus 2013 angreifen. Den Trainingsflug absolvierte er noch mit seinem ECO Modell, danach mit seinem WR Modell, einem Fluxkompensator. Zumindest Flugzeit und Training konnte er bekommen, Rekordnahe Geschwindigkeiten waren nicht drin bei dem Wetter. Gegen Abend und in der Nacht wurde es mit dem Wind immer schlimmer. Fast alle 8 Pylonen der Messanlage sind abgeknickt, Plastikstühle hat es einfach weggeblasen. Und die Vorzelte der Wohnwagen wurden mit allem gesichert, was vorhanden war. Einziger Vorteil des Sturms: Der Grill am Abend ist in Rekordzeit durchgeglüht!

Es war durch die Wettervorhersage im Internet bekannt, dass die Bedingungen am Sonntag immer besser werden sollten. Daher beschlossen wir in Absprache mit dem Tower des Flugplatzes in Ballenstedt die Veranstaltung erst um 13:30Uhr enden zu lassen. Gegen 10Uhr am Sonntag wurde das letzte Briefing abgehalten. Am Vormittag herrschte noch reger Wind und Luftfeuchtigkeit zwischen 50% und 60% vor. Und wieder das gleiche Bild…es fehlten 20-30Km/h an Speed. Gegen Mittag stiegen die Temperaturen, der Wind flachte ab und die Luftfeuchtigkeit sank in Richtung 30%. Auf einmal wurden die Geschwindigkeiten immer schneller.

Christian Hidde hatte ein brachiales Setup in seinem Typhoon eingebaut. Dieses erlaubt nur 2 Durchflüge, bis die Lipo Zellen nachgaben. Das bedeutet schon im ersten Anflug auf 500-600m Höhe zu steigen und dann keinen Fehler zu machen. Nur eine Fehlmessung, und der Run war ruiniert. 2x war er sehr nah an den 477Km/h von Niklas Kahlich dran. Leider hatte er Freitag und Sonntagvormittag die Akkus zu sehr gefordert, so dass nun die letzten Prozent Leistung fehlten.

Das CrocoBlade Team kämpfte um beide Klassen. Am Sonntag wurde ein Flug nach dem anderen absolviert und anschließend die Logs analysiert.

WRV2015_Croco_01Christian Erdt hatte viel Pech und verlor A und B Modell. Im Rennen um #175 waren nun noch Fabian Wunderlich und Christian Schalk (mit Fluxkompensator). Max griff nach dem Rekord der Klasse #196. Dies war sein erster Einsatz mit einem Großspeeder, sonst ist er als Pilot des „Shorty“ bekannt. Diesen 80cm Speeder bewegt er durchaus mit 350Km/h durch die Strecke. Da ist ein 4Kg Großspeeder eher Entspannung, was den Puls nicht zu sehr in die Höhe treiben sollte.

Gegen 13:10Uhr flog Max mit der CrocoBlade neuen Rekord in der Klasse #196 mit 474,95Km/h. Mit einer Dreiblatt Luftschraube und sehr niedrig drehendem Motor war der Flieger fast nicht zu hören. Somit war mein eigener Rekord aus 2014 Geschichte. Bei der Leistungssteigerung war das aber zu erwarten. Der Showdown ging weiter: Um 13:20Uhr erreichte Fabian Wunderlich 481,56Km/h in der Klasse #175. Der alte Rekord von Niklas Kahlich aus 2013 war damit auch gebrochen. Christian Schalk setzte um 13:25Uhr zu seinem letzten Flug mit dem Flux an und erreichte dort ca. 483Km/h. Leider war der Ausflug bei seiner letzten Strecke deutlich außerhalb des 20m breiten Korridors der Messanlage, so dass dieser Flug nicht gewertet wurde.

Gegen 13:30Uhr verstummten die Motoren, und die Veranstaltung wurde beendet. Alle Flächen und Heli Speed Rekorde wurden gebrochen! Eine tolle Leistung der Piloten. Wir hatten nicht einen Sicherheitsverstoß und alles lief sehr gesittet und geordnet ab. Beim Abbau der kompletten Infrastruktur halfen alle Piloten und Unterstützer, so dass wir hier in Rekordzeit fertig wurden. Gegen 17 Uhr, nach einem leckeren Pflaumenkuchen mit Kaffee im „Fliegerhorst“ des VLP Ballenstedt, traten wir den Rückweg an. Die 3 Tage waren intensiv und stressig, aber ich glaube es hat sich gelohnt….

Let the Air burn!

Externe Quellen:

RC Network Thread

FAI Rekordliste Webseite => #175 / #196 / #203 / #188

F3 Speed – DM 2015 in Ballenstedt

Es ist die Deutsche Meisterschaft 2015 in Ballenstedt angesetzt und ich habe keinen konkurrenzfähigen Speeder. Dieses Jahr habe ich bewusst beschlossen etwas kürzer zu treten. Nach dem Verlust des Typhoon XS  in Spelle, meinem Weltrekord Speeder, muss ich mich neu sortieren. Daher habe ich beschlossen primär meine fliegerischen Skills zu steigern, was nur durch mehr Flugzeit mit Speedern funktionieren wird. Also müssen Speeder her, am besten aus eigenen Formen, die ich auch auf dem heimischen Flugplatz fliegen kann. Mit dem Demon Speed, ein Speeder in F5D Größe, habe ich einen ersten Schritt unternommen. Durch Zufall ergab sich die Chance den Formensatz der kleinen FireBlade von Alex zu erwerben. Dieses Modell ist mit 2250g FAI Gewicht größer als mein Demon Speed (1190g) , und durch die große Flächentiefe besser sichtbar. Den Formensatz habe ich in Bad Wünnenberg auf dem Speedcup übernommen und mein „Erstlingswerk“ aus der Form wurde wenige Stunden vor der DM in Ballenstedt fertig. Diese Aktion hat knappe 3 Wochen und etliche Nachtschichten gekostet…. :-)

DM2015_FBClassic1 Mit der FireBlade Classic sind keine Geschwindigkeiten möglich, die eine Top 5 Platzierung auf einer Deutschen Meisterschaft ermöglichen würden. Aber die Ausschreibung der DM 2015 sah vor, dass die Limited Klasse als Wertung geflogen wird. Hier wurde kein Deutscher Meister ermittelt, da Limited noch keine offizielle DAeC/FAI Klasse ist, aber die geflogenen Wertungen gehen in die interne Jahresrangliste ein. Damit war mein Ziel mit der FireBlade Classic gesetzt: Angriff in Limited! In der Limited Klasse ist das Gewicht des Antriebsakkus auf 27% des maximalen FAI Gewichts limitiert (Link Reglement). Bei 2250g FAI max. sind das in meinem Fall maximal 607,5g Akkugewicht (meine Akkusätze wiegen ca. 600g). Der Reiz an der Limited Klasse liegt u.a. darin begründet, dass man die limitierte Energie in möglichst hohe Geschwindigkeiten umsetzen muss. Effiziente Flieger und Setups sind gefordert. Anbei die Aufzeichnungen meiner Flüge auf der DM 2015:

Glossar: Tag / Akku / Wertung / Kommentar / Motorzeit / Akku Temp / Ladung Lipo

  1. SA / SLS2650 / – / Trimmflug 10.4×20 / 70s / 48 Grad / 1350mAh
  2. SA / ML3000 / 372 / zieht hoch bei Gas / 70s / 50 Grad / 1715mAh
  3. SA / SLS2650 / 374 / EWD Korrektur, zieht leicht hoch / 61s / 54 Grad / 1490mAh
  4. SA / ML3000 / 381 / EWD Korrektur, zieht leicht hoch / 61s / 48 Grad / 1395mAh
  5. SA / SLS2650 / 384 / EWD + Motorsturz / 69s / 55 Grad / 1735mAh
  6. SO / ML3000 / 305 / 9,7×24 Prop Schub Problem / 46s / 43 Grad / 820mAh
  7. SO / SLS2650 / 380 / 10.4×20 +2 Grad / 58s / 55 Grad / 1565mAh
  8. SO ML3000 / 384 / Prop -2mm auf jeder Seite / 59s / 53 Grad / nicht geladen

Anbei die Wertungen und Platzierungen in Limited auf der DM 2015:

DM2015-LimitedMit dem Resultat bin ich sehr zufrieden. Der Speeder hat noch leichte „Eigenarten“ und läuft noch nicht so, wie ich das gerne hätte. Meine Ziele für die DM waren die 400Km/h Schwelle in Limited zu nehmen und das Modell nicht zu beschädigen. Zumindest ist die FireBlade Classic heile geblieben. Sie fliegt sehr agil und lässt sich einfach Landen. Dazu habe ich nicht einmal Landeklappen nach oben programmiert. In der Phase „Landung“ gehen die QR 3mm nach unten und mit dem HLW wird ein langsamer Gleitflug eingestellt. Damit gelingen Landungen sehr gemütlich für einen Speeder. Auf P1 in Limited fehlen ca. 10% Speed. Jochen und ich verwenden beide Scorpion 4525 Motoren, beide die RO 11×20 Luftschraube. Er fliegt 10s 2200er in der FireBlade XL, ich 8s 2650 bis 3000er in der FireBlade Classic. Der Rumpf der beiden Modelle ist der Gleiche, nur die Fläche der FireBlade XL ist eine andere (FAI max. 2635g). Das Profil der XL ist dünner, die FireBlade Classic hat das Originale MH54 Profil im Flügel. Auf den restlichen Veranstaltungen werde ich versuchen an den 10% Speed auf P1 zu knabbern, ohne meine Lipos zu überfordern. Das wird schwierig genug die richtige Abstimmung zu finden. Und in der Zwischenzeit heißt es weiter: Üben, üben, üben!

DM2015_FireBladeLinks ist Jochen mit der FireBlade XL (2635g FAI), Rechts Mario mit der FireBlade Classic (2250g FAI). Und jetzt mal ein Bild von Alex, dem „Mister FireBlade“. Er hat die FireBlade Serie entwickelt, u.a. auch die neue CrocoBlade mit 4000g FAI. Was ein Monster Speeder!

DM2015_AlexCrocoDiese Deutsche Meisterschaft war leider sehr übersichtlich, was die Anzahl an Teilnehmern angeht. 15 Piloten in den Elektro Klassen waren gemeldet, in den Verbrennerklassen nur 1 Teilnehmer (!) und die Heli Fraktion glänzte mit vollständiger Abwesenheit. Der Teilnehmerzahl zum Trotz konnten wir viele Flüge absolvieren, auch wenn das Wetter am Samstag (wegen Regenschauern) zu kleinen Unterbrechungen zwang. Neuer Modus bei der Startreihenfolge: Wir haben uns bei der Veranstaltung darauf geeinigt von der festen Startreihenfolge abzurücken. Es wird pro Tag eine Maximalanzahl an Durchgängen festgelegt und die Piloten können fliegen, wenn sie dazu bereit sind. Alle Flugaktivitäten werden in einer Liste protokolliert (zusätzlich zum Computer). Dieser Modus führte zu einem deutlich entspannteren Wettbewerb. Hoffen wir, dass es in Zukunft auch so bleibt…

Die obligatorische Pilotenbesprechnung am Samstag Abend verlief konstruktiv und sachlich. 2 Punkte kurz herausgestellt: a) Es wird angestrebt die Elektro Limited Klasse zu einer offiziellen DM Klasse zu machen und b) bei den Verbrennern soll eine „Flüsterklasse“ entwickelt werden.

So gern ich auch den brutalen Sound eines MB40 Verbrenner Pylon Antriebs bei 32000 Touren mag; es erscheint mir logisch, dass man damit auf dem heimischen Flugplatz kein gern gesehener Pilot ist. Es müssen Änderungen erfolgen, damit die Verbrenner Speederei nicht ausstirbt. Nachwuchs ist Mangelware. Das ist leider Fakt. Den Samstag Abend haben wir dann alle Zusammen beim leckeren Griechen in Ballenstedt ausklingen lassen. In knapp 4 Wochen sind wir wieder in Ballenstedt bei den Weltrekord Versuchen 2015.

Kommen wir zum eigentlichen Geschehen in der Elektro Klasse. Was gab es Neues? CrocoBlades! Gleich 3 dieser Monster Speeder waren im Einsatz: Ralph, Christian und natürlich Alex pilotierten die CrocoBlade schnell und ohne Probleme durch die Strecke. Die ersten Prototypen hatten auf dem SpeedCup in Bad Wünnenberg noch so ihre Probleme mit der Struktur, das scheint nun behoben. Dann war da noch das neue Big Monster von HJK Speedwings. Gerd konnte den Speeder bei einem seiner ersten Einsätze mit 451,95Km/h durch die Strecke jagen. Das langte am Ende für Platz 6. Ja, man musste dieses Jahr schon deutlich schneller als 450km/h fliegen um in die Nähe der vorderen Plätze zu kommen. Die Leistungsdichte wird vorne immer enger. Der Konstrukteur der CrocoBlade erreicht Platz 5 mit 453,48Km/h (Alex). Die Vielfalt der Modelle zeigt sich u.a. auch an Platz 4. Diesen konnte Tim als bester Jugendlicher mit 455,70 Km/h und einem Tomahawk belegen. Der Junior zeigte sehr saubere Durchflüge und hat sein Sportgerät im Griff. Der Papa hat mittlerweile keine Chance mehr. Platz 3 geht an Christian, der seine CrocoBlade mit 461,77Km/h pilotierte. Und wer liegt ganz vorne? Team Typhoon! 472,18Km/h von Stefan und 483,77Km/h von Marcus. Der alte Deutsche Meister ist somit auch der Neue. Glückwunsch an die Herren auf dem imaginären Podest! Was fehlte? Die 500er Marke wurde wieder nicht gebrochen. Wir warten weiter…. :-)

Externe Links:

Limited Jahreswertung 2015

Videos von der DM 2015

Thread bei RC Network mit Bildern

F3 Speed – DM 2014 in Tussenhausen

Die Internationale Deutsche Meisterschaft der F3 Speed Piloten fand diesmal in Tussenhausen auf dem Werksgelände der Firma Grob Aircraft statt. Man merke auf: Ein Platz im Süden, was es die letzten Jahre nicht gab (bisher immer beim DO-X in Osnabrück). Ein privater Flugplatz ganz für uns alleine, also Platz ohne Ende. Etwas vermisst habe ich die kuschelige Atmosphäre beim DO-X: In Tussenhausen gab es keinen Stromanschluss, 400m bis zu den Sanitäranlagen, Flugplatz rough Green statt Modellbau Piste, keine Rundum-Sorglos Verpflegung wie in Osnabrück. Jammern nützt nichts, man muss sich arrangieren, schließlich wollen wir schnell Fliegen!

Gruppenfoto_kleinWie auf dem Gruppenfoto ersichtlich, hat mit Frank endlich auch ein Hubschrauber Pilot den Weg zu uns gefunden. Wegen einer Terminüberschneidung mit einem Heli Event in den USA sind es leider nicht mehr Hubschrauber Speed Piloten geworden. Aber ich denke das wird noch…

Zu den Details. 5 Verbrenner- und 20 Elektro Speeder waren angetreten, den Deutschen Meister zu ermitteln. Es gab 2 Verbrenner Klassen (10ccm + 15ccm) und FAI Elektro (bis 72V und 75g dm²). Die Leistungsdichte war wieder höher als 2013. Die Methanolfraktion beschwerte sich zwar über „schlechte“ Luft (schwül und warm), dennoch gelang es Hartmut Schulze in beiden Klassen über 400Km/h zu fliegen. Somit verdient P1 in beiden Verbrenner Klassen. In Elektro wurde mit Spannung der erste 500Km/h Flug durch die Messanlage erwartet. Bei den Weltrekord Versuchen 2013 in Ballenstedt gab es auf der 300m FAI Strecke schon einzelne Durchflüge über 500Km/h, aber keine komplette Wertung. Hinweis: Auf der DM 2013 sind wir noch mit max. 10s Lipo, also 42V Reglement, geflogen. Diesmal volle Leistung, was das FAI Reglement hergibt. Dennoch sind einige Piloten bei den 10s Setups geblieben. Die ersten 3 Plätze hatten aber mehr Lipos an Board: Marcus ein 12s Setup, bei Kai bin ich mir nicht sicher (12 oder 14s) und Christian Schalk hatte 11s im Flux. Mit der 500er Wertung ist es nichts geworden, wir hatten allerdings zwei Flüge mit 503,50 Km/h. Hier die Ergebnisse direkt aus der Messanlage.

DM2014_F3S-FMeine Herren, das ist schon ambitioniert schnell! Marcus Koch gewinnt verdient nach sauberen Flügen knapp vor Kai Koppenburg. Marcus hat es endlich geschafft mit seiner Eigenkreation, dem Typhoon Speeder, den Sieg einzustreichen. Dies hat einige Jahre Arbeit gekostet, aber die Mühen haben sich gelohnt. Vor allem der Rookie Christian Schalk hat auf seiner ersten DM eine gute Vorstellung abgeliefert. Auf dem Speedcup in Siegendorf hat er zum ersten Mal Durchflüge durch die Messanlage geübt und jetzt schon P3. Gratulation! In meinen Augen wäre sogar noch mehr drin gewesen, denn bei dem letzten Flug war es fast perfekt windstill. Knapp 490Km/h von Links waren ein guter Anfang, aber die Seite von Rechts hat er 2x nicht sauber geflogen, dann war der Akku leer. Und diese Durchflüge von Rechts waren beide sehr schnell. Gerüchte sagen, dass er auf den kommenden Weltrekord Versuchen in Ballenstedt antreten wird. Christian ist in der Jugendtruppe um Erwin Schamburger aktiv. Durch diesen „Umstand“ hat er die Lernkurve extrem schnell vollzogen. Perfekt eingestelltes Material vom Altmeister Erwin und gutes Coaching ergeben dann entsprechende Ergebnisse. Fliegen kann der Bursche auch noch! Merkt man, dass mich P4 etwas wurmt? :-) Christian, tolle Leistung, weiter so.

Mein persönliches Minimalziel war eine komplette Wertung über 400Km/h. Diese magische Schwelle begleitete mich 3 Jahre lang, und jetzt ist das Trauma endlich Geschichte. Auf dem Speedcup in Siegendorf habe ich den Typhoon XS eingeflogen und gleich beschädigt (defektes Servo DES 930 HV). In Tussenhausen war alles wieder gerichtet, frische Akkus im Typhoon XS, und direkt im ersten Flug am Freitag mit 436Km/h wurde die 400er Marke geknackt. Damit war das Wochenende eigentlich schon sehr positiv verlaufen. Jetzt aufhören war allerdings keine Option. Also habe ich am Setup geschraubt und versucht meine Speeds zu erhöhen. Anbei mein Protokoll:

  1. FR – 10.3×17 – 436Km/h – 100%
  2. FR – 10.1×20 – 440Km/h – 100%
  3. FR – 10.1×20 – 444Km/h Durchflug – 80% / Nach 80s Hitzeabschaltung
  4. SA – 10.4×20 – 347Km/h 80% / Nach 65s Hitzeabschaltung
  5. SA – 10.4×20 – 458Km/h – 100% – zusätzliche NACA Hutze eingebaut
  6. SA – 10.6×20 – 454Km/h – 100%
  7. SO – 10.6×20 – 473Km/h Durchflug – 80% / 65s Motor / Lipo 77Grad!
  8. SO – 10.6×20 – Keine Wertung – 64s Motor – hi. Lipo 75Grad / vorne 65 Grad

Setup Typhoon XS:

Leider hatte ich keinen Unilog im Flieger. Das ganze Loggerzeug beansprucht derzeit bei mir zu viel Nerven, dass ist Stress pur beim Zusammenbau. Dies habe ich mir bei der DM gespart und mich lieber auf die Flugaufgabe konzentriert. In den Akku habe ich nach dem letzten Flug 3420mAh eingeladen, was ungefähr einem durchschnittlichen Strom von 190A entspricht. Laut Rechnungen geht der Peakstrom über 230A, was dann auch den abgekochten Akku (nur 35C Lipos) mit 75 Grad erklärt. Letztes Wochenende war ich auf dem Flugtag in Kirberg, dort war der Unilog mit Light Setup (10.3×17) im Typhoon XS dabei. Die Datenauswertungen stehen noch aus.

Randbemerkungen

Akkus und Lade-Equipment: Die komplette DM bin ich mit einem 10s 5000mAh Akkusatz geflogen. Die SLS 45C Magnum V2 waren leider ausverkauft, daher musste ich auf 35C Zellen zurückgreifen. Wo deren Schmerzgrenze liegt habe ich jetzt herausgefunden. Als externe Stromversorgung habe ich einen 640W 2T Generator von Bauhaus verwendet. Der läuft mit 50:1 Gemisch, welches ich auch in meiner F-Schlepp Maschine verwende (102 Oktan Benzin + Motul 800 Racing 2T Öl). Allerdings kommt der Generator an seine Leistungsgrenzen: 2x Lader mit 5A Ladestrom, 1x Heizbox 70W und einen kleinen Robbe Lader für den Empfängerakku. Da fängt er schon böse an zu spucken. Wenn man auf jeweils 4A Ladestrom runtergeht passt es wieder. Durch die wenigen Teilnehmer war es aber nicht möglich, jeden Durchgang zu fliegen. Jeden 2ten Durchgang konnte ich absolvieren. Nach dem Flug habe ich die Akkus 15-20min abkühlen lassen. Danach ging es direkt zum Laden in die Heizbox. Die Akkus sollten 90min geheizt werden, damit auch die inneren Zellen Temperatur haben (Ziel: 40-43 Grad). Fazit: 2 Akkusätze machen schon Sinn, oder ein stärkerer Generator + besseres Ladegerät, damit man 2C bzw. 3C Ladung der Akkus fahren kann.

Team Tanto / AkaModell München: Ich hätte es den Jungs gewünscht, dass eine ordentliche DM mit dem neuen Modell Tanto gelingt. Auf den WR Versuchen 2013 in Ballenstedt war Versuch Nummer 1 gescheitert. Nun scheinen die technischen Probleme behoben, aber die Fuhre kommt einfach nicht in die Gänge. Jakob kann fliegen, als ehemaliger Deutscher Meister und WR Inhaber hat er das bewiesen. Der vorletzte Platz mit 372Km/h ist sicher unbefriedigend für alle Beteiligten der AkaModell München. Irgendwo im Tanto Konzept ist eine Bremse eingebaut, welche es nun zu eliminieren gilt.

Externe Links

RCN Thread – Speed DM 2014

DAeC Ergebnisse – F3 Speed DM 2014 in Tussenhausen

Presse:

OberpfalzNetz.de

Mittelbayerische Zeitung

 

Weltrekord Versuche 2013 in Ballenstedt

Der letzte Showdown des Jahres steht an! Nach einem Jahr Pause finden wieder Weltrekord Versuche statt, diesmal in Ballenstedt auf dem Verkehrslandeplatz. 20 Startplätze sind ausgeschrieben: Heli- und Flächenpiloten halten sich die Waage. Timo will den Dauerflug Weltrekord übertreffen, Niels mit seinem Jet den Guiness Rekord einstellen. Eine komplette Übersicht der Ausschreibung und Teilnehmerliste findet sich bei RC Network. Die Messanlage der Speeder wurde aufwendig ausgerüstet und mit Highspeed Kameras ausgestattet, was eine solide Dokumentation der Geschwindigkeiten ermöglicht. Dazu gleich mehr.

Die Aufgabe: Die Weltrekord Mess-Strecke

Wie bekannt sein dürfte fliegen wir im Speedcup in einem 200m Korridor (20m breit, Flughöhe zwischen 5m und 35m), welcher am Anfang und Ende mit Pylonen abgesteckt ist. Je nach Setup fliegt man dann mit unterschiedlicher Höhe an (Sturzflug), nimmt also den Speed aus der senkrechten Beschleunigung voll mit. Das ist bei den Weltrekord Versuchen verboten! Hier wird gefordert, dass der Pilot schon 100m vor dem Einflug in die Strecke das Level zwischen 5m und 35m einhält. Gemessen wird der reine horizontale Speed. Überwacht wird die Flughöhe durch Judges, die Verstöße an die Messanlage weitermelden. Die Geschwindigkeiten aus den Speedcups und den WR Versuchen sind somit nicht direkt vergleichbar. Ich konnte mir als Contest Director die Strecke in aller Ruhe anschauen, und 300m sind schon verdammt lang, wenn man mit über 400 Sachen fliegt. Hut ab vor den Leistungen der Piloten. Es gibt ja immer noch Piloten und Zuschauer die meinen Speedfliegen wäre leicht. :-)

Messanlage – Ein Stück High Tech

Die Messanlage wurde von Christian Erdt und Andreas Renicke konstruiert. Christian macht die Technik, Andreas den Papierkram und die Materialbeschaffung. Die Weltrekord Anlage mit 4 Kameras war in Ballenstedt zum ersten mal im Einsatz. Zusätzlich zu den bekannten Kameras wurden Highspeed Kameras installiert (1000 Bilder die Sekunde!). Diese Kameras filmen durch eine Peilstange, welche vorher von einem Vermessungsbüro auf dem Flugplatz eingerichtet wurde. Die Mess-Strecke war laut Protokoll genau 200m und 5mm lang. Diese Highspeed Kameras erzeugen so viel Datenstrom, dass dem nur mit Glasfaser Kabel begegnet werden kann. Eine Menge Technik für möglichst genaue und dokumentierte Ergebnisse. Wie funktioniert die Sache? In die Bilder der Highspeed Kameras wird synchron ein Zeitstempel eingefügt, also auf beiden Kameras die gleiche Zeitinformation. Wird nun ein Flug gewertet, dann nimmt man den Zeitstempel vom Einflug, den Zeitstempel vom Ausflug und hat somit die genaue Flugzeit in den 200m. Daraus wird dann der Speed berechnet. Für eine Wertung muss noch ein Gegenflug erfolgen, damit möglicher Rückenwind eliminiert werden kann. Diese Auswertung ist sehr aufwendig und zeitintensiv. Hier ein Bild von Christian bei der Auswertung.

Auswertung

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Die Messanlage hat sehr gut funktioniert, auch wenn immer mal jemand meckert. Da ich die meiste Zeit direkt beim Geschehen war kennt man seine Pappenheimer. Es gibt Piloten, die bekommen in 95% der Fälle eine Auslösung. Andere bekommen weniger Treffer. Die Anlage ist sicher nicht perfekt, aber in der jetzigen Ausführung schon sehr gut. Jungs, weiter so mit der guten Arbeit!

Heli Dauerflug

Timo Wendtland möchte den Dauerflug Rekord, der bei 1 Stunde und 45 Minuten steht, überbieten. Das Unterfangen findet natürlich nicht in der Mess-Strecke statt, sondern auf dem weitläufigen Gelände in einer ruhigen Ecke. 3 Judges kontrollieren den Flug mit jeweils einer Stoppuhr. Der Heli darf maximal 6Kg wiegen, aber Timo war weit darunter. Unter leichten kreisenden Flugbewegungen spulte er die erste Stunde ab. Ja, leichte Kreise fliegen verbraucht anscheinend weniger Strom, als nur zu schweben. Knapp vor Erreichen des Rekords bei 1:45 war Timo schon nicht mehr so entspannt. Die Anspannung zehrt an den Nerven. Nach einem neuen Rekord von 2h und 31 Minuten beendet Timo seinen Flug und hat damit eine neue Bestmarke gesetzt. Angeblich war da noch Raum für eine längere Flugzeit. Eins muss man bedenken: Der Heli muss an einem Stück gelandet werden, es darf kein Teil abbrechen. Teileverlust führt zur Annulierung. Wer also seinen Akku bis zum bitteren Ende auslutscht läuft Gefahr bei der anschließenden Notlandung seine geflogene Leistung nicht gewertet zu bekommen. Das gilt analog auch für die Flächenflieger: Verliert man ein Teil, der Prop zählt hier nicht mit, wird der Flug gestrichen. Gratulation Timo! Anbei ein Bild des auf Dauerflug optimierten Heli…

Dauerflug_Heli

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Guiness Rekord: RC Modell – Jet

Niels hat sich vorgenommen den Guiness Rekord für Jets einzustellen. Dies ist ihm eindrucksvoll gelungen! Für alle Teilnehmer, und auch anwesende Zuschauer, waren die Flüge von Niels ein Highlight. Schlussendlich liegt der neue Rekord bei gemittelten 709Km/h, das sind fast 200m in der Sekunde. Dabei war der WR Flug nicht sein schnellster Flug. Wir hatten am Samstag morgen einen Flug mit 750Kmh von einer Seite. Leider lief eine der Highspeed Kameras nicht, so dass der Flug nicht dokumentiert wurde. Niels hat es sportlich genommen und zweierlei bewiesen: Dass die Messanlage auch mit über 700 Sachen klarkommt und er diese Leistung jederzeit abrufen kann. Hier ein Bild von seinem Jet.

Niels_Turbine

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Heli Speed Rekord

Es entwickelte sich ein Kampf zwischen dem Banshee Team um Christian Köperl, der auch amtierender Weltrekord Inhaber ist, und dem Henseleit Helicopters Team. Von Heli habe ich leider wenig technische Expertise, daher hier nur meine bescheidenen Eindrücke. Christian konnte schon am Freitag mit 272Km/h gewaltig vorlegen. Diese Bestmarke sollte bis Sonntag bestand haben. Dann gelang es Christian seine eigene Marke noch knapp zu verbessern. Neuer Rekord 273,6Km/h. Der Speed Banshee liegt wie in Brett in der Luft und ist wahrscheinlich dadurch knapp überlegen. Henseleit hat alles versucht, konnte sich aber nicht nah genug herankämpfen. Hier ein Bericht von Stefan Segerer.

Flächen Speeder Verbrenner 10ccm

Bei den Verbrennern gibt es nur eine FAI Klasse bis 10ccm. Die Deutschen DM Klassen bis 6,60ccm (B) und 10-15ccm (D) sind keine FAI Klassen. Dieses Jahr war nur Hartmut angetreten den WR von seinem Teamkollegen Dag zu überbieten. Irgendwie fehlt bei den Verbrennern der Nachwuchs, so dass ich vermute, dass die Klasse langsam ausläuft. Schade, denn ich mag den brachialen Lärm der offenen Reso´s und den Geruch auf dem Flugfeld. Der alte Rekord von Dag liegt bei 405,3Kmh. Die Speedcups zeigen, dass solche Leistungen nur von wenigen Piloten überhaupt erreicht werden können, und dazu die äußeren Bedingungen optimal passen müssen. Das war in Ballenstedt leider nicht der Fall: Leichter Querwind und keine schnelle Luft. Große Tuningmaßnahmen sind nicht mehr zu erwarten, so dass alles stimmen muss, um einen neuen Rekord zu fliegen. Hartmut war mit 402Kmh sehr nah dran, aber gelangt hat es nicht. Einmal flog er 430 mit dem Wind, konnte dann aber gegen den Wind keinen Fabelspeed hinlegen. Hartmut war nur Samstag vor Ort, Sonntag hatte Familie Priorität.

Hartmut

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Flächen Speeder – Der United Kingdom National Record

In Ballenstedt wurde nicht nur um Weltrekorde gekämpft. Stuart nahm mit seiner Frau den weiten Weg aus England auf sich, um den nationalen UK Rekord zu durchbrechen. Auf der Insel gibt es keine Messanlage, mit der man solche Rekorde fliegen könnte. Der alte Rekord steht bei 266Km/h. Stuart flog ein HJK Monster und kämpfte tapfer mit der Mess-Strecke. Er hatte vorher keine Chance zu trainieren, dafür haben wir in Germany die Speedcups. Bis er sich eingeschossen hatte waren die Akkus leer. Bei 2 Flügen hat er es geschafft seine letzte Strecke zu bekommen, also die Akkus schon komplett eingebrochen waren. Schwund bei Akkus ist immer! Nach Coaching von Jens Göbel, und leichtem Druck von seiner Frau, war dann am Samstag der Frust vergessen. Linker Anflug – Treffer, rechter Anflug – Treffer… 314Km/h im Mittel und somit neuer Rekord. Er wollte weiter Speeden, aber Jens hat ihn gebremst. Schließlich galt es nun, dass Monster ohne Schaden zu landen, was auch gelang. Stuart, see you next year to break the 200 Miles/h barrier!

Stuart_Monster

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Der Elektro Combo Rekord

Beim Combo Rekord muss mit 2 unterschiedlichen Energiequellen geflogen werden. Den Rekord hat Ralph Okon seit 2011 inne (372Km/h). Als Titelverteidiger war er natürlich wieder dabei. Daneben griffen Christian Erdt, Marcus Koch und Kai Koppenburg nach dem Rekord. Marcus, Kai und Ralph mit dem Typhoon, Christian mit dem Peregrine Prototypen.

Peregrine

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Alle 3 Herausforderer waren auch in der Unlimited FAI Klasse unterwegs, so dass wenige Flüge in der Combo Klasse geflogen wurden. Der Monster Speeder Peregrine geht an das maximale FAI Reglement (5Kg, 150dm²). Das Ding ist ein Brocken! Die Typhoons sind etwas kleiner, aber immer noch sehr groß. Christian setzte am Freitag mit 455Km/h in eine Richtung eine erste Duftmarke, leider gab es keine komplette Wertung. Dummerweise platzte der Peregrine Prototyp am Samstag in der Luft, als der Angriff auf den Combo Rekord geplant war. Somit waren nur noch Ralph, Kai und Marcus im Rennen. Ralph hatte beim ersten Flug auch einen Komplettverlust seines Typhoon. Der Speeder reagierte im Abschwung nicht mehr auf Befehle und bohrte sich in den Boden. Aus den Resten konnte man keine Ursache mehr ermitteln. Somit blieb der Shootout zwischen Marcus und Kai. Kai hatte sehr schnelle Flüge, aber ohne Wertung. Marcus legte nach und flog knapp 421Kmh, neuer Rekord. Anschließend konzentrierte sich Kai auf den Unlimited Rekord. Gab es da einen kleinen „Nicht Angriffs Pakt“ im Team? :-) Glückwunsch an Marcus Koch zum Combo Rekord.

Angriff auf den Unlimited FAI Rekord

Die alte Bestmarke von David Dzida lag bei 439Km/h. Im Laufe des Jahres 2013 zeichnete sich ab, dass nur ein paar Piloten in der Lage sind auf einem solch hohen Niveau zu agieren. Christian Erdt hat in Siegendorf gezeigt, dass er mit seinem Tomahawk schnell fliegen kann. Mit einem Prototypen (der Peregrine) anzutreten birgt ein gewisses Risiko. Nach dem Verlust des Peregrine flog er mit seinem B-Modell (Fluxkompensator) zumindest einen neuen Österreich Rekord, war aber bei FAI Unlimited aus dem Rennen. Gesetzt waren Kai Koppenburg, Marcus Koch und David Dzida (als Titelverteidiger). Daneben gab es noch 2 Piloten, deren Leistungen schwer einzuschätzen waren. Niklas Kahlich machte sich auf den diesjährigen Speedcups rar. Als Vizemeister in 2012 hat er dennoch bewiesen, dass er immer für vordere Platzierungen gut ist. Jakob Karpfinger war seit seinem DM Titel 2011 nicht mehr bei den Speedern dabei. Er fliegt mittlerweile F5D und trainiert weiter fleissig im Stillen. Dank Studium in München ist er Mitglied der Akamodell TU München. Die Jungs haben mit dem Bathlet bewiesen, dass sie Sieger Modelle entwickeln können. Nun tauchte Ende 2011 auf der Website der Akamodell ein Bild eines neuen Speeders (Name „Tanto“) auf. Das bescheidene Ziel: Ein neuer Weltrekord in Unlimited FAI (Klasse #175)! Man wächst an den Herausforderungen.

Akamodell_Tanto

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Der Tanto zeigt radikale Merkmale: 6 Blatt Klapp Prop an einem Pyro 800 (ein 5020 / 14 Poler), Akkus komplett in der Fläche, die Fläche sitzt auf einer Art Pylon (die Fläche liegt im hinteren Drittel komplett frei). Der Leitwerksträger ist sehr lang und dünn. Die 2,4Ghz Antenne geht durch den Tragflügel auf die Oberseite. Jede Menge neue Konzepte, die zumindest offiziell noch nicht gezeigt haben, wo deren Leistungsgrenze liegt. Um es vorweg zu nehmen: An dem Wochenende war komplett der Wurm drin! Das A Modell schlug nach wenigen Sekunden ungesteuert ein, Totalschaden. In einer Nachtschicht wurde das B-Modell aufgebaut und am Samstag früh auf einem anderen Modellflugplatz getestet. Danach gab es massive Probleme mit den Kontronik Reglern, welche dem Leistungshunger des 6 Blatt Props nicht gewachsen waren. So war keine volle Leistung abrufbar, was sich in einem 320er Speed darstellte. Der Tanto und Jakob haben sich an dem Wochenende unter Wert verkauft. Ich bin mir sicher, dass es nicht am Piloten lag. Hier wurde, meiner Meinung nach, versucht zu viele neue Konzepte auf einmal in einen Speeder zu packen. So hätte man mit einem der bewährten Powercroro / YGE Setups konkurrenzfähige Leistung zur Verfügung gehabt. Dann hätte man gesehen, wie der Tanto die Leistung in Speed umsetzt. So aber blieb ein Wochenende voller Frustration für das komplette Team der Akamodell München.

Kai legt am Freitag Morgen mit einer 443 im Mittel vor, verzichtet aber auf eine Auswertung seines Fluges. 12:29 fliegt Niklas eine 439Km/h und schrammt damit knapp am bisherigen Rekord von David vorbei. Um 12:46 wird Kai im zweiter Flug mit 470,6Km/h gemessen und setzt die Hürde für die Konkurrenten sehr hoch. David greift ab Samstag ins Geschehen ein und setzt weiterhin auf sein WR Modell von 2011 (vergrößerter F5D Flieger). Er hat Durchflüge von mehr als 450Kmh auf dem Tacho, leider keine komplette Wertung. Samstag Mittag platzt sein A Modell in der Luft, was seine Stimmung spürbar drückt. Am Sonntag ist David abgereist und somit hat er die Titelverteidigung aufgegeben. Ab Sonntag Vormittag ist plötzlich die Situation gegeben, dass niemand mehr Fliegen möchte. Leerlauf im Wettbewerb, keine Platzhalter mehr auf dem Tisch! Somit gilt ab jetzt: First come, first serve. Marcus hat seinen Combo Rekord und greift in Unlimited FAI nicht mehr an. Um 10:39 tritt Niklas mit einem Fluxkompensator an, die Fläche wurde in Kooperation mit Erwin Schamburger gebaut. Mit nur einem 10s Setup ballert er eine 476,8 in die Strecke und verdrängt Kai von Platz 1. Dabei war der Flug alles andere als sauber: Es waren Korrekturen dabei, die Wetterbedingungen waren nicht optimal, die Luft nicht die schnellste. Trotzdem schafft Niklas diesen Speed. Kai setzt zum Gegenangriff an, fliegt aber einen Versuch ohne Wertung. Beim nächsten Angriff steuert sein Typhoon ungesteuert in den Boden. Die Reste des Rumpfes stecken 60cm tief in der Erde und müssen mit dem Spaten geborgen werden. Kai macht sein Ersatzmodell starklar und jagt einen Akkusatz nach dem anderen durch. Alleine in der letzten Stunde vor Ende der Veranstaltung hatte er sicher 5-6 Flüge! Niklas hatte es sich derweil mit einem Kaltgetränk gemütlich gemacht und beobachtete die Aktivitäten von Kai. Trotz aller Anstrengungen war die Topmarke von Niklas am Sonntag nicht mehr zu knacken. Punkt 16:00 Uhr endete die Veranstaltung mit einem verdienten Sieger Niklas Kahlich in der Klasse #175 Unlimited FAI. Die neue Bestmarke liegt somit bei 478,6Km/h. Die 500er Schallmauer rückt langsam in Reichweite…

Abschließend alle Ergebnisse im Überblick:

  • #175 / Niklas Kahlich – NEU 478,69Km/h
  • #196 / Dr. Marcus Koch – NEU 420,94Km/h
  • #203 / Christian Köperl – NEU 273,63Km/h
  • #199 / Timo Wendtland – NEU 2:31h
  • UK National Record – Stuart McFarlane – NEU 314,55Km/h
  • AT National Record – Christian Erdt – NEU 253,86Km/h
  • Turbinenmodell (Guiness-Rekord) – Niels Herbrich – NEU 709Km/h

Links, Videos und weitere Quellen:

Video Niels Turbie 709Kmh: http://www.youtube.com/watch?v=sa-TSNeTK-A

Video Hartmut Verbrenner: http://www.youtube.com/watch?v=D5jw-LoWnXI

Video TDR Henseleit: http://www.youtube.com/watch?v=MRh9vPYHY6M

Video Speed Banshee: http://www.youtube.com/watch?v=myxp7e1J-1o

Video Peregrine Christian: http://www.youtube.com/watch?v=qz7JJsGRV2w

Video Fluxkompensator Niklas: http://www.youtube.com/watch?v=C89CLbio0Cg

Video Typhoon Kai: http://www.youtube.com/watch?v=LWkK-2Z7c7M

Video Typhoon Xs Marcus: http://www.youtube.com/watch?v=8Ozq_iZx8Hc

Video David Dzida: http://www.youtube.com/watch?v=xNhjwmv_btg

Video Akamodell München: http://www.youtube.com/watch?v=eIglGKz17Xk

Link: Stuart McFarlane Webseite

Link Bilder und Kommentare: Andreas

F3 Speed – DM 2013 in Osnabrück

Watch out …. slow Pilot!

400_Limit

Müsste man die DM 2013 in einem Satz beschreiben, dann wäre es als mein Fazit das obige Motto. Schnell Fliegen ja, aber bitte nicht über 400 Sachen! Mein Ziel war endlich eine komplette 100% Wertung über 400Km/h zu bekommen. Es war knapp, aber es hat nicht gereicht.

  • Freitag 1. Flug – 411Km/h – 80% Wertung (Prop 9,75×20)
  • Freitag 2. Flug – keine Wertung (Prop 10,5×17)
  • Freitag 3. Flug – keine Wertung (Prop 10,5×17)
  • Samstag 1. Flug – 385Km/h 100% (Prop 10,5×17)
  • Samstag 2. Flug – 409Km/h 80% (Prop 10,5×17)
  • Sonntag 1. Flug – 385Km/h 100% (Prop 10,5×17)

Am Material liegt es sicher nicht. Der limitierende Faktor ist hier der Pilot. Kleinste Korrekturen bremsen beim Durchflug in der Strecke sehr deutlich. Es fängt somit schon lange vor dem Durchfliegen vom ersten Messpunkt an: Wenn der Anflug krumm und schief ist, dann trifft man vielleicht den ersten Messpunkt, muss stark korrigieren um den zweiten Messpunkt richtig zu treffen. Korrigiert man ist der Speed langsam! Lässt man den Speeder ohne Eingriffe laufen passiert es sehr häufig, dass nur eine Messung vorliegt. Es gibt nur eine Lösung, und das ist Training! Auf dem Speedcup in Spelle wird dieses Jahr die letzte Möglichkeit bestehen mein Ziel einer 400er Wertung zu erreichen. Ich werde kommen …. alle Akkusätze am Start …. und im Dauereinsatz den Flux durch die Strecke jagen.

Die DM unterscheidet sich von den Speedcups sehr deutlich. Während die Speedcups lockere Treffen sind, wo ohne Startliste geflogen wird, gibt es auf der DM einen strikten Zeitplan. Das muss so sein, damit alle Klassen und Piloten möglichst oft fliegen können. Auf der diesjährigen DM wurden 150 gewertete Flüge gezählt! Das ist viel Arbeit für die Betreiber der Messanlage, der Flugaufsicht, der Wettbewerbsleitung. Dann sind da noch die Personen, die die Flieger vermessen und wiegen. Es soll ja alles mit fairen Mitteln zugehen. Danke an alle Beteiligte vom DO-X in Osnabrück, dass wir diese Veranstaltung ohne größere Komplikationen über die Bühne gebracht haben!

Bevor ich auf das Wettbewerbsgeschehen eingehe noch ein paar Worte zu meinem Speeder. Mein Flux wurde stark verändert, um in das 75g/dm² Reglement zu passen. Laut Vermessung hatte ich genau 2500g zur Verfügung. Mit meinen dicksten 10s Akkus (SLS APL 3500mAh 45C) standen aber 2553g auf der Waage. Geht man mit so einem Flieger raus wird der Durchgang automatisch gestrichen, weil der Flieger nicht dem Reglement entspricht. Auf einem Speedcup wird die Sache nicht so eng gesehen bzw. überprüft. Nicht aber auf der DM! Im Sinne eines fairen und vergleichbaren Sports würde ich das Messteam informieren, wenn mein Flieger nicht dem Reglement entspricht. Also was tun? Die Lösung ist, dass die Fläche entsprechen vergrößert wird. Dazu klebt man kleine Dreiecke aus dünnem GfK Plattenmaterial hinten an die Fläche. Natürlich direkt am Rumpf, damit es auch hält. Und es muss halten, denn das Reglement sieht vor, dass man keine Teile verlieren darf. Fällt so ein Dreieck im Flug ab wird der Durchgang gestrichen. Meine Dreiecke habe ich so bemessen, dass die Fläche um 0,82dm² größer wird und ich somit 61,5g mehr einladen darf. Ziel erreicht! Damit ich überhaupt so wenig Gewicht im Flux hatte wurde einiges umgebaut:

  1. Nase gekürzt – 40g Blei am Heck gespart
  2. Ein/Aus Schalter entfernt – 10g gespart
  3. 4xNimH Akku gegen 180mAh Lipo getauscht – 50g gespart
  4. Anlagenbrett aus Depron gebaut
  5. Empfänger ausgezogen
  6. Akkus ausgezogen (bis zu 40g pro 10s Pack)
  7. Kabel gekürzt (10cm Kabel am Regler wiegen 10g!)

Da kommt einiges an Gewicht zusammen. Ein leichter Flieger beschleunigt schneller und ist einfacher zu landen als ein Bleibomber. Wenn man nüchtern die Gewichte analysiert kann man einiges einsparen. Nach Gesprächen mit Ralph Okon, und der Analyse der Daten aus dem Speedcup in Siegendorf, habe ich mich dazu entschlossen einen Prop mit weniger Steigung zu verwenden, dafür aber mit einem größeren Durchmesser zu fliegen. Der 80% Pitchspeed sinkt damit von ca. 460Km/h auf 420/425Km/h, der Schub nimmt jedoch um einiges zu. Und das merkt man im Flug deutlich! Wenn man jetzt meine Top Speeds nimmt, dann passen die 411 und 409Km/h sehr gut in das Setup. Mein Ziel war 400Km/h und alles andere ist Träumerei. Also wurde der Antrieb genau darauf abgestimmt. Dass es nicht gelangt hat ist beim Piloten zu suchen. Aber ich gebe nicht auf und probiere es in Spelle auf dem Speedcup erneut.

Kommen wir zur Deutschen Meisterschaft. Die gebotenen Leistungen sind abartig schnell! Bei den Elektro Piloten sind die ersten 10 alle über 400Km/h im Mittel. Bei den Verbrennern ist das Feld sehr dicht. Auch hier gab es Wertungen über 400Km/h und stellenweise 430/440Km/h von einer Seite. Wenn man bedenkt, dass die Verbrenner deutlich weniger Leistung fliegen als Elektro, dann kann man erahnen, was da an Optimierung und fliegerischer Klasse dahinter steckt. Da ich keine Verbrenner beurteilen kann beschänke ich mich auf den Elektro Part. Man sehe es mir nach…

Der Trend geht eindeutig zu Klapp Propellern mit hoher Steigung und niedrig drehenden Motoren. Ralph Okon flog sehr schnell mit einem Setup, was weniger als 10000 Touren dreht. Mit Dreiblatt Propeller und enormer Steigung am Blatt geht dieser Flüsterantrieb trotzdem sehr schnell. Leider hat sein Speeder in der Luft abmontiert. Die 4 Klappen Fläche war den Kräften auf Dauer nicht gewachsen. Schade, war ein sehr schöner Speeder. Trotzdem sieht man noch Speeder mit High RPM Setups. Dabei fällt mir ein, dass ich die 400Km/h schon geschafft habe. Nein, stimmt nicht! :-) Eine meiner EPS 7×11 Propeller hat den Spung geschafft. Meinhard Schoell flog mit einem Hayabusa 400,5 in der 100% Wertung. Glückwunsch zu Platz 9! Ab Platz 8 sind wir schon bei über 420Km/h im Mittel. Die Leistungsdichte oben ist sehr eng. Modelle über 420Km/H: Fluxkompensator, Tomahawk T, Warp-Eagle-T, Weirich Speeder Elektro, Typhoon XXS, Typhoon XS. Kai Koppenburg gewinnt mit einem Typhoon XS und unglaublichen 461Km/h im Mittel. Bei diesem Flug kommt dann alles zusammen: das Wetter, gute Luft, passendes Setup zum Flieger, frische Akkus, ein sauber eingestellter Speeder und nicht zuletzt ein Pilot, der das Optimum rausholen kann. Und Kai kann es halt! Glückwunsch zum Sieg in der Elektroklasse.

Abschließend noch einige Bilder. Ganz unten füge ich noch ein paar Links ein, wo weitere Infos und Bilder zu finden sind.

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Links, Infos und weitere Bilder:

RCN Beitrag zur DM 2013: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/364510-Speedcup-DM-2013/page3

Andreas: Bilder Speed DM DO-X 2013

Für Fragen bitte gerne per eMail: Oliver.Zanker(at)Web(.)de

Speedcup Bad Wünnenberg 2013

Die Wetterprognosen für den Speedcup in Bad Wünnenberg waren sichtlich eingetrübt. Dennoch fanden sich zahlreiche Piloten ein, darunter nicht nur erfahrene Speeder, sondern auch etliche Einsteiger. Der Speedcup in Bad Wünnenberg hat sich einen guten Namen gemacht, was sicher Sascha und Siggi als Veranstalter zu verdanken ist. Vielen herzlichen Dank für euren Einsatz!

Von Klimaerwärmung war dieses Jahr nichts zu spüren. In der Nacht von Freitag auf Samstag stand das Thermometer bei 1,3 Grad über Null. Das Wetter zeigte sich tagsüber aber überraschend freundlich, so dass der komplette Freitag und am Samstag bis 16 Uhr geflogen werden konnte. Danach setzte leichter Dauerregen ein, der dank einem großen Zelt überbrückt werden konnte. Am Sonntag war kein Fliegen möglich, Woodstock Feeling. Lassen wir die Diskussionen über das Wetter. Wir haben nunmal einen Outdoor Sport und müssen es nehmen wie es kommt.

Traditionell ist Bad Wünnenberg der erste Showdown des Jahres und viele Piloten kommen mit neuen Modellen bzw. Setups. Zusätzlich wurde eine neue Messanlage eingeweiht, die über den Herbst/Winter entwickelt wurde. Die Karten wurden also neu gemischt. Christian z.B. hat heimlich, still und leise über 2 Jahre an seinem eigenen Voll GfK Speeder „Hellraiser“ gearbeitet und dann in Bad Wünnenberg seinen ersten Flug durch die Messanlage gewagt.

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Der Flug endete mit einem Mittelwert von 425Km/h! Das ist einfach nur sensationell. Ich denke man kann das Dauergrinsen in seinem Gesicht erkennen.

An Holzfliegern waren etliche Konstruktionen von Erwin Schambuger zu sehen, der es dieses Jahr leider nicht nach Bad Wünnenberg geschafft hat. Hier zeigt sich, dass seine Idee aufgegangen ist Einsteiger für Speedcups zu motivieren. Ninja Speed und 2/3 (Zwoadrittel) waren einige am Start. Daneben konnte man auch noch 4/5tel Modelle sehen. Der 4/5 ist eine vergrößerte Version des 2/3, die bis 10s Lipo aufnehmen kann und in einer gemeinschaftlichen Aktion einiger RC Network User entstanden ist. Auch hier waren schöne Flüge zu sehen. Schlussendlich hatte der 2/3 den besseren Speed zu verzeichnen. Der kleine Holzwurm schafft über 350Km/h!

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Ich selber hatte an den beiden Tagen 9 Flüge mit meinem Fluxkompensator. Dabei habe ich etliche Setups getestet, bin aber meinem Ziel einer 400er Wertung nicht näher gekommen. Aus Platzgründen bekomme ich keinen Logger mehr in den Flux, daher fehlt mir einfach die Datenbasis für eine Analyse der Flüge. Denke mal meine Lipos sind nicht mehr richtig bei der Sache. Das muss es sein! :-)

Für den nächsten Speedcup in Siegendorf/Österreich plane ich den finalen Test für die Deutsche Meisterschaft. Ziel ist es den Powercroco 4234 in den Flux zu verbauen und dann mit neuen 10s 3700er Lipos die 400er Wertung zu durchbrechen. Das wird nicht einfach: Einmal fliegerisch, denn die Messanlage muss man treffen. Zum anderen ist der Motor ein Monster und sprengt derzeit mein Gewichtslimit von 2500g (bei 75g dm² Regel) im Flux. Einer meiner nächsten Artikel hier wird den Umbau des Flux beschreiben. Abschließend einige Bilder vom Speedcup 2013 in Bad Wünnenberg.