Speedcup Bad Wünnenberg 2018

Saisonauftakt 2018 …. das bedeutet auf nach Bad Wünnenberg in der Nähe von Paderborn. Seit Jahren verwöhnen uns Sascha und seine Mitstreiter vom FMC Albatros e.V. zum Start der neuen Saison mit einem super Speedtreffen auf dem Sintfeld.

Dieses Treffen ist geprägt von einer lockeren Atmosphäre, bei der sowohl absolute Einsteiger, als auch alte Hasen auf ihre Kosten kommen. Erfahrungsaustausch und Fachsimpeln am laufenden Band, immer was leckeres auf dem Grill, und am Samstag das gemeinsame Lagerfeuer bis spät in die Nacht. Die Fahrt nach Bad Wünnenberg habe ich noch nie bereut. Immer wenn die unzähligen Windräder in Sichtweite kommen stellt sich ein ganz besonderes Gefühl ein… Bad Wünnenberg… True Home of Speed!

In 2018 ist bei mir „Speederpause“ angesagt, also keine neuen Modelle am Start und keine Ambitionen bei Wettbewerben. Aber Speedcup in Bad Wünnenberg muss sein, keine Frage! Da alle meine Speeder irgendwie defekt sind musste eine Alternative her: Aus vorhandenen Resten und Kellerfunden habe ich mir eine FireBlade Classic aufgebaut. Nicht schön der Hobel, schon gar nicht leicht. Die Aufgabe 2018: Ziel ist es ein Trainings Setup zu finden, was mit Komponenten von der Stange 400Km/h in der Strecke bringt und gleichzeitig möglichst wenig Strom zieht. Die Idee: Spannung hoch, Strom runter. Wie sieht das Setup aus?

  • Scorpion 4525/370kv => Mikado Logo Edition (KEIN Tuning, aus der Schachtel!)
  • YGE 200 HV (Ok, geht auch kleiner, aber war übrig) :-)
  • 3x 5s2200er SLS APL v2 45C Zellen in Reihe = 15s 2200er
  • Prop: 8,6×17 Klapp Prop (lag noch zufällig in der Kiste)

Mit den Komponenten hat die FireBlade Classic ca. 2600g Abfluggewicht. Zu viel laut FAI Reglement, aber wir machen das nur zum Spaß und für Training. Beim dritten Flug war das Ziel erreicht… 399Km/h im Mittel, also Links+Rechts durch die Anlage geflogen (ohne Windeinflüsse). Am Prop lagen ca. 18500 Touren an, Strom im Peak bei 60A fallend auf 55A. Laufzeit ca. 65-70s. Die Zellen werden nicht wärmer als nach der Heizbox (ca. 42 Grad) und haben Lagerspannung. Da ist noch viel Platz für Tuning, aber das war diesmal nicht das Ziel.

Beim letzten Flug am Samstag hat es die FireBlade dann erwischt. Man sollte sich nie zu sicher sein, und wenn ein Landeanflug nicht passt lieber durchstarten. Das habe ich nicht gemacht und eine Stange des Sicherheits Zauns erwischt. Fläche beschädigt, Rumpf gebrochen. Wieder ein Speeder auf der Repair Liste. :-(

Nach einigen Jahren Pause war „Mr. Messanlage“ a.k.a Christian Erdt mal wieder bei einem Speed Treffen zugegen. Er hat die Anlage gebaut und die Software dazu programmiert. Um mal einen Eindruck zu vermitteln, wie das aussieht.

Die beiden Kameras werden im Abstand von 200m vor die Pylone gestellt und überwachen den Luftraum. Die Software erkennt die Speeder und berechnet die Zeit, wenn der Eingang/Ausgang der Strecke durchflogen wurde. Alle Daten laufen dann über Netzwerkkabel auf dem Laptop ein, und werden in einer Excel Datei gespeichert. Dieses System ist ein Quantensprung gegenüber der Vorgängeranlage (die mit den Photozellen). Heute versteht keiner mehr, warum ich bei meinem Einstieg in den Speed Sport 3 Jahre für eine komplette 100% Wertung benötigt habe. :-) Diese neue Anlage ist um Klassen besser in der Erkennung der Speeder. Super Arbeit, Christian!

Was gab es sonst noch zu berichten? Nach dem Speedereinsatz blieb genug Zeit, die restlichen Modelle zu lüften: Raketengleiter, Schlepp Fluxkompensator. Sick, Leute! Schaut euch die Bilder an. Daniel hat mit einer von mir gebauten FireBlade XL die 450Km/h geknackt. Steve hatte seine große Speed Horten dabei  – 5 Blatt Pusher, super Sound und recht zügig.

Leider plant Sascha eine Pause einzulegen, so dass es Bad Wünnenberg in 2019 wohl nicht geben wird. Schade, aber solch ein Treffen ist viel Arbeit, was neben der eigentlichen Arbeit, Familie gestemmt werden muss. Somit wäre die Chance gegeben, dass andere Organisatoren/Vereine ein Saison Opening veranstalten könnten. Freiwillige?

Update Ende Juli 2018: Bad Wünnenberg 2019 wird wohl doch stattfinden. Gerüchte besagen, dass Siggi und Alex die Organisation übernehmen. Vorab Danke dafür!

Bei Fragen bitte einfach melden: Oliver(Punkt)Zanker(AT)Web(Punkt)de

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Speedcup Bad Wünnenberg 2013

Die Wetterprognosen für den Speedcup in Bad Wünnenberg waren sichtlich eingetrübt. Dennoch fanden sich zahlreiche Piloten ein, darunter nicht nur erfahrene Speeder, sondern auch etliche Einsteiger. Der Speedcup in Bad Wünnenberg hat sich einen guten Namen gemacht, was sicher Sascha und Siggi als Veranstalter zu verdanken ist. Vielen herzlichen Dank für euren Einsatz!

Von Klimaerwärmung war dieses Jahr nichts zu spüren. In der Nacht von Freitag auf Samstag stand das Thermometer bei 1,3 Grad über Null. Das Wetter zeigte sich tagsüber aber überraschend freundlich, so dass der komplette Freitag und am Samstag bis 16 Uhr geflogen werden konnte. Danach setzte leichter Dauerregen ein, der dank einem großen Zelt überbrückt werden konnte. Am Sonntag war kein Fliegen möglich, Woodstock Feeling. Lassen wir die Diskussionen über das Wetter. Wir haben nunmal einen Outdoor Sport und müssen es nehmen wie es kommt.

Traditionell ist Bad Wünnenberg der erste Showdown des Jahres und viele Piloten kommen mit neuen Modellen bzw. Setups. Zusätzlich wurde eine neue Messanlage eingeweiht, die über den Herbst/Winter entwickelt wurde. Die Karten wurden also neu gemischt. Christian z.B. hat heimlich, still und leise über 2 Jahre an seinem eigenen Voll GfK Speeder „Hellraiser“ gearbeitet und dann in Bad Wünnenberg seinen ersten Flug durch die Messanlage gewagt.

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Der Flug endete mit einem Mittelwert von 425Km/h! Das ist einfach nur sensationell. Ich denke man kann das Dauergrinsen in seinem Gesicht erkennen.

An Holzfliegern waren etliche Konstruktionen von Erwin Schambuger zu sehen, der es dieses Jahr leider nicht nach Bad Wünnenberg geschafft hat. Hier zeigt sich, dass seine Idee aufgegangen ist Einsteiger für Speedcups zu motivieren. Ninja Speed und 2/3 (Zwoadrittel) waren einige am Start. Daneben konnte man auch noch 4/5tel Modelle sehen. Der 4/5 ist eine vergrößerte Version des 2/3, die bis 10s Lipo aufnehmen kann und in einer gemeinschaftlichen Aktion einiger RC Network User entstanden ist. Auch hier waren schöne Flüge zu sehen. Schlussendlich hatte der 2/3 den besseren Speed zu verzeichnen. Der kleine Holzwurm schafft über 350Km/h!

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Ich selber hatte an den beiden Tagen 9 Flüge mit meinem Fluxkompensator. Dabei habe ich etliche Setups getestet, bin aber meinem Ziel einer 400er Wertung nicht näher gekommen. Aus Platzgründen bekomme ich keinen Logger mehr in den Flux, daher fehlt mir einfach die Datenbasis für eine Analyse der Flüge. Denke mal meine Lipos sind nicht mehr richtig bei der Sache. Das muss es sein! :-)

Für den nächsten Speedcup in Siegendorf/Österreich plane ich den finalen Test für die Deutsche Meisterschaft. Ziel ist es den Powercroco 4234 in den Flux zu verbauen und dann mit neuen 10s 3700er Lipos die 400er Wertung zu durchbrechen. Das wird nicht einfach: Einmal fliegerisch, denn die Messanlage muss man treffen. Zum anderen ist der Motor ein Monster und sprengt derzeit mein Gewichtslimit von 2500g (bei 75g dm² Regel) im Flux. Einer meiner nächsten Artikel hier wird den Umbau des Flux beschreiben. Abschließend einige Bilder vom Speedcup 2013 in Bad Wünnenberg.