Temper-Box mit 500W

Meine kleine Temperbox mit 100W hatte ich in der Vergangenheit schon einmal vorgestellt. Für große Bauteile und Tragflächen sind 50x50x50cm natürlich nicht geeignet. Es musste also eine ganze Nummer größer werden. Nur wie soll das gehen? Problem ist, dass meine Werkstatt nur ca. 8qm² Fläche hat. Die Temper-Box musste also auf alle Fälle demontierbar werden. Meine Arbeitsplatte gibt die maximale Größe vor, 2m Innenmaß sollte langen. Schlussendlich habe ich eine Temper-Box im LEGO-Style gebaut, die man recht einfach auf- und abbauen kann.

Als Heizelement dient eine 500W Schaltschrank Heizung. Im Web kursieren einige Anleitungen: Fön, Glühlampe, Heizdraht. Ich habe mich für Industrietechnik entschieden und bei eBay günstig zugeschlagen. Dazu noch ein 120mm Lüfter, um die Luft innerhalb der Box in Zirkulation zu halten. Als Thermostat kommt ein UT200 von ELV zum Einsatz. Genug der Worte…. anbei mein erstes Video auf dieser Webseite.

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Polymerbeton im Modellbau

Definition bei Wikipedia – Polymerbeton

Polymerbeton ist in verschiedensten Ausprägung im Modellbau gebräuchlich. Ich werde mich in diesem Artikel auf den Einsatz beim Formenbau beschränken. Verwendet wird er zur Hinterfüllung der Form, oder um mit einer zusätzlichen Schicht hinter dem Laminat die Form zu verstärken. 3 Materialien habe ich bisher verwendet:

  1. Poraver Körnung 1-2mm (Glashohlkugeln/Blähglas)
  2. Quarzsand Körnung 1-2mm
  3. Quarzsand Körnung 0,1-0,4mm

Poraver dürfte für den Formenbauer keine Neuigkeit sein, da es schon sehr lange verwendet wird. Gemischt wird im Verhältnis 10:1 (Poraver zu Epoxy). Auf 1l Poraver gebe ich 100g eingefärbtes Epoxy. Diese Mischung ist ausreichend, um einen guten Verbund zu erreichen. Da das Epoxy eingefärbt ist kann man die Durchmischung des Poraver sehr gut kontrollieren. Ist die Form schon durchgehärtet, benetzte ich alles ordentlich mit frischem Epoxy, bevor Poraver eingefüllt wird. Anschließend wird das Gemisch komprimiert und die Einfüllhöhe so bemessen, dass etwas über den Formenrand hinaus reicht. Nach min. 24h Härtung bei Raumtemperatur lässt sich das Poraver sehr gut mit einer groben Schleiflatte auf die Ebene der Trennbretter bringen. Es lässt sich sehr gut mechanisch bearbeiten. Wenn man Poraver wirklich als Polymerbeton bezeichnen möchte, dann ist es die leichteste Variante. Mit meiner 10:1 Epoxy Mischung wiegt 1l ca. 430g.

Die meisten Formen (Propeller, Kleinteile) habe ich bisher mit Quarzsand der Körnung 1-2mm hinterfüllt. Man bekommt das u.a. in den Baumärkten als Aquarienkies, es ist gewaschen und trocken. Trocken ist wichtig! Es gibt u.a. auch Spielsand sehr günstig in größeren Gebinden, welche aber zumeist alle eine sehr hohe Restfeuchtigkeit aufweisen. Das ist für einen guten Verbund mit Epoxy alles andere als zuträglich. Das Gewicht ist natürlich deutlich höher als beim Einsatz von Poraver. 1l vom groben Quarzsand wiegt ca. 1650g mit der 10:1 Epoxy Mischung (100g auf 1l Volumen). Damit disqualifiziert sich Quarzsand für den Einsatz bei größeren Formen. Es sei denn ihr habt einen Flaschenzug an der Decke, um die Formen bewegen zu können. Bei kleineren Formen empfinde ich das hohe Gewicht sogar als Vorteil, da die Formenhälften dann etwas standfester bzw. rutschfester sind. Härter als Poraver ist es ohnehin. Als Beispiel für diese Bauweise hier u.a. meine Form der Energija Steckhaube. Nachteil: Bearbeiten kann man das Material im ausgehärteten Zustand nicht mehr. Jedenfalls nicht mit vertretbarem Aufwand.

Neu für mich ist der Einsatz von sehr feinem Quarzsand der Körnung 0,1mm bis 0,4mm. Diesen gibt es im Baumarkt in unterschiedlich großen Gebinden, zumeist „gebrannt“, also sehr trocken.

QuarzsandMein Ziel ist es, u.a. Polymerbeton gießen zu können. Daher habe ich eine Versuchsreihe gestartet, an deren Ende ich den Zeitaufwand für den Formenbau massiv reduzieren möchte. Mal sehen ob das klappt. Gewicht: 1l Quarzsand + 100g Epoxy wiegen ca. 1740g. Ob 10:1 das optimale Mischungsverhältnis ist? Ich wollte es jedenfalls genauer wissen und habe eine Testreihe gestartet.

TestansatzJeweils 2cl (20ml/ca. 35g) Quarzsand wurden mit unterschiedlichen Mengen an schwarz eingefärbtem Epoxy vermischt und dann in Joghurt Becher eingefüllt (+ leicht komprimiert).

  1. 15% Gewicht => 35g Sand + 5,25g Epoxy
  2. 20% Gewicht => 35g Sand + 7,0g Epoxy
  3. 33% Gewicht => 35g Sand + 11,7g Epoxy
  4. 10% Volumen => 20ml Sand + 2g Epoxy
  5. 15% Volumen => 20ml Sand + 3g Epoxy
  6. 20% Volumen => 20ml Sand + 4g Epoxy

Der Einfachheit halber habe ich das Epoxy nicht in ml abgemessen. Das birgt zwar eine gewisse Unschärfe, ist aber deutlich praktischer im Umgang. Vorgehen bei der Testreihe:

  • Sand mit der Epoxy Menge gut mischen
  • Einfüllen in einen leeren Joghurt Becher (gewachst mit Mirror Glaze No. 8!)
  • Leichtes Andrücken mit einem weiteren Joghurt Becher
  • 48h Härten bei Raumtemperatur
  • Joghurt Becher aufschneiden und Polymerbeton entnehmen
  • Beschriften und per Foto dokumentieren

Fazit: Alle obigen Polymerbeton Mischungen sind fest geworden und sehr hart. Da ist keine Probe dabei, die bröckeln würde. Mit der Hand konnte man den Polymerbeton nicht zerbrechen, alle Proben haben den Versuch unbeschadet überstanden. Anbei die Proben im Überblick. An der Färbung kann man erkennen, dass der Epoxy Anteil immer niedriger wird. Maximum ist 58% Volumen (fast schwarz) und Minimum 10% Volumen.

Bei Poraver und Quarzsand mit Körnung 1-2mm mische ich 10:1 nach Volumen. Also ca. 1l Material mit 100g Epoxy. Das geht auch mit dem sehr feinen Quarzsand, wie die Versuchsreihe gezeigt hat. Der Sand macht jedoch bei einer 10:1 Mischung einen sehr „trockenen“ Eindruck auf mich. Wie man auf den Bildern erkennen kann macht nur Probe 3 (entspricht 33% Gewichtsanteil bzw. 58% Volumenanteil an Epoxy) einen „feuchten“ Eindruck. Aber selbst diese Menge an Epoxy reichte nicht aus, um einen fließfähigen Polymerbeton herzustellen. Für größere Mengen werde ich wohl bei einer Mischung von 5:1 bleiben d.h. 20% Epoxy. Diese Mischung ist relativ feucht, fließt aber nicht ab. In allen Fällen muss man den Polymerbeton verdichten, d.h. leicht andrücken.

Meine letzte Propeller Form habe ich als „Schnellbau“ mit Polymerbeton der Körnung 0,1mm – 0,4mm gebaut, und dabei mein „Formenbau“ Epoxy verwendet. Topfzeit ca. 20-30min, nach 3h ist das Zeug hart. Mein Vorgehen dabei:

  • Formenharz (EMC P260) auf die gewachste Oberfläche, dann Topfzeit abwarten
  • Trockenen Quarzsand in die Form auf alle Flächen einstreuen (24h Härtung)
  • Losen Sand entfernen, ausblasen mit Druckluft (Oberfläche wie Sandpapier!)
  • Frisches Epoxy in die Form, alle Flächen benetzen
  • Zähe Mischung aus Baumwollflocken, Glasfasermehl und CFK Fasern einbringen
  • Polymerbeton anrühren mit 100% zu 100% Volumen (gießfähig!)
  • Ausgießen der Form bis zum Formenrand
  • Anklopfen der Form, um Luftblasen zu entfernen
  • 6h Härtung bei RT, Tempern über Nacht bei 55 Grad
  • Entformen und scharfe Kanten entfernen

Der Formenbau hat mit dieser Vorgehensweise ca. 2h pro Formhälfte in Anspruch genommen. Vorbereitungen wie Trennbretter bauen und wachsen der Form mal nicht mitgerechnet. Muss sagen, sehr angenehm die Sache. In meinen Tagesablauf passen viel besser 60-90min Slots im Keller, als ganze Nachmittage bzw. Nachtschichten. Daher waren mir diese ewigen Nass-in-Nass Formenbau Aktionen immer ein Dorn im Auge. Bisher kann ich keine Nachteile der neuen Bauweise mit Polymerbeton erkennen. Mal sehen, wie standhaft die Formen über die Zeit sein werden. Ich werde im negativen Fall natürlich berichten. Mein „Werkzeugkasten“ ist um eine weitere Option angewachsen – Polymerbeton in gießfähig oder körnig, je nach Anwendungszweck.

Praxis Update 22.01.2016

Eine 1:1 Mischung Sand und Epoxy ist deutlich zu feucht. Ich konnte u.a. beobachten, dass der Sand in der Mischung auf den Boden sackt. Die Mischung bleibt also nicht homogen. Neue Versuche mit 50% Epoxy Anteil im feinen Quarzsand und etwas Baumwollflocken ergab eine sehr zähe Mischung, die nicht mehr fließfähig war. Als Spachelmasse war diese Kombination gut einsetzbar.

Speedcup Bad Wünnenberg 2015

Nach einem Jahr Pause war es endlich wieder soweit: Speedcup in Bad Wünnenberg und somit offizielle Saisoneröffnung für die Speed Szene. Der Event und die Location ist immer spitze, die Leute einfach sehr entspannt und locker. Was gibt es an neuen Modellen zu sehen? Was haben die Jungs über den Winter gebastelt? Welche Rookies sind neu dabei? Fragen über Fragen …. hier gibt es ein paar Antworten aus meiner Sicht der Dinge.

BW2015_01_CharterSascha mit seinem Speed Charter. MH54 Flügel und ordentlich Leistung unter der Haube. Das Modell wird wie damals nur mit Seite und Höhe gesteuert. Um die 250Km/h flog der Brocken. Noch Potential für Verbesserungen. Das Fahrwerk wurde leider beim Einfliegen geopfert.

BW2015_08_Nitro1Fabian brachte einen 3/6 (oder 2/3?) mit umgebautem Car Nitro Motor an den Start. Nach ordentlich Unterstützung der Nitro Fraktion war das Modell fliegbar. Leider ohne Bild, aber passend zum Thema „Nitro Speeder“, war der Flüsterspeeder von Harry (Beitrag 236/237) neu dabei. Leider habe ich keine Bilder und kann nur auf einen RC Network Thread verweisen. Leise und mit über 330Km/h nicht langsam. Befeuert von einem OS91 15ccm Heli Motor und einer APC 11×14 Luftschraube. Dieses Projekt war sehr beeindruckend und hat auch etliche E-Speeder dazu verleitet Überlegungen in Sachen Nitro Motoren anzustellen. Jedenfalls ist unsere WhatsApp Gruppe deutlich Nitro lastiger geworden…

BW2015_14_Jochen01Jochen brachte sein Erstlingswerk eines Voll Composite Modells mit: Ein Expresso 400 Pylon aus älteren Tagen. Erstflug ist geglückt! Beim zweiten Flug wurden dann aber strukturelle Mängel im Flug gefunden. Jochen hat den Weg vom Holzwurm zum Composite Fliegerbau in Rekordzeit vollzogen. Durch Unterstützung der Speed Community haben wir mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Als zusätzliche Motivation für alle Neueinsteiger hat Jochen 2 Videoserien auf Youtube hochgeladen. Die eine zeigt den kompletten Bau eines 4/5 Holzspeeders, der andere Videobericht dokumentiert den Bau einer FireBlade XL, die von Alex gebaut wird. Hier die Links:

4/5 Baubericht auf Youtube (12 Videos)

Baudoku FireBlade XL (derzeit 3 Videos)

BW2015_04_CrocoBlade02Die CrocoBlade hatte zwar keinen Erstflug in Bad Wünnenberg, aber so richtig in Aktion gesehen haben das Modell bisher nur wenige Personen. Gehört hat man ja schon einiges, nicht aber gesehen. Das Modell ist ein 4Kg Großspeeder mit dünnem Flügelprofil und Platz für 16s 4000er Lipos. Mit einem großen Motor der Scorpion Serie 45xx versehen können um die 10KW Dauerleistung in Vorschub umgewandelt werden. Leider hatten die ersten Prototypen in Bad Wünnenberg nicht viel Airtime. Ralph sein Modell platzte in der Luft, Christian seine CrocoBlade hatte strukturelle Probleme, konnte aber noch sicher gelandet werden. Wir werden die nächsten Modelle auf der DM2015 und den Weltrekord Versuchen in Ballenstedt sehen. Dieses Modell hat das Potential auf vordere Plätze.

BW2015_12_Demon04Mein Beitrag zu neuen Speed Modellen besteht aus dem „Demon Speed„. Dabei handelt es sich um Flügel und Leitwerk des Demon F5D (Tragflächenprofil wie Bathlet F5D) und einem umgebauten F5B Rumpf des Tesla. Die Demon Urmodelle konnte ich günstig aus den Niederlanden erwerben und eigene Formen erstellen. Ziel des Projektes war es einen Speeder zu entwerfen, mit dem man auch auf meinem kleinen Heimatflugplatz trainieren kann. Die großen Speeder a la Flux und Typhoon XS konnte ich dort nicht einsetzen. Zusätzlicher Nebeneffekt: Mit einem relativ kleinen 5s 2200 Lipo ist man kostengünstig unterwegs. 2 Setups hatte ich bis kurz vor dem Event in Bad Wünnenberg in etlichen Nachtschichten fertiggestellt. Das Modell mit dem rotem Rumpf hat ein F5D Setup mit Getriebe Motor verbaut. 5s 2200mAh Lipo und ein YGE 90HV Regler befeuern einen Hacker B50 9s mit 6,7:1 Getriebe. Die knapp 10000 Touren drehen dann einen Sägezahn (SAW Tooth) Prop mit 12×25. Nach einigen Trimmflügen konnte ich damit 357Km/h im Mittel durch die Messanlage fliegen. Nicht schlecht für 1KW Antriebsleistung. Der Sägezahn Propeller wird ebenfalls von mir selber gebaut. Als Vorlage diente der BBR Sägezahn Prop aus Australien, wie er auch von einigen F5D Piloten im Wettbewerb geflogen wird. Nur konnte ich mich mit einigen Details des Props nicht anfreunden: 1) die 6mm Blattaufnahme war mir zu klein (unsicher!) und 2) der Prop war insgesamt zu weich für meinen Geschmack. Also habe ich das 8mm Auge des 13×27 Speed Propeller an das Sägezahn Blatt implantiert und eigene Formen erstellt. Dieser 12×25 Prop passt nun an alle gängigen 8mm Spinner. Eine Variante hat 12×25 an einem 30mm Spinner, meine zweite Version habe ich für einen 40mm Spinner leicht gekürzt. Meine ersten Prototypen Props waren um längen steiffer als das Original. Beeindruckt hat mich der Sound, der fast gar nicht zu hören ist. Wer Lärmprobleme hat sollte mal einen 12×25 Sägezahn testen. Show am Boden ist dabei garantiert…. :-)

Der Demon mit dem schwarzen Rumpf sollte die Grenzen des Machbaren ausloten. Setup: Scorpion 3026/880kv an 10s 1800er Lipo und ein YGE 150 HV FAI Steller. Eigens für dieses Setup haben wir (Danke Max und Domi!!!) einen passenden Propeller entworfen, der die 30000RPM in Vorschub umwandelt. Entstanden ist der OZ 6.4×11 Prop, der eine modifizierte Version des erfolgreichen EPS 7.1×11 Props darstellt. 7″ sind für kleine Speeder bei den Drehzahlen deutlich zu viel Schub (gilt auch für die APC 7×10). Sinnvoll lässt sich der 7.1×11 nicht auf 6.4″ kürzen, das sieht nichts aus. Der neue Prop macht einen guten Eindruck am Modell, und in den Ohren! Das Setup ist nichts für einen gemütlichen Sonntag Nachmittag auf dem Platz. Schrei-Kreisch vom Feinsten. Leider hatte ich nicht viel Freude an dem Modell. Nach der obligatorischen Trimmrunde, und nur 20s Motorzeit, ging das Modell in der Luft in Flammen auf. Ziel waren 400Km/h, was die gerechneten 3,xKW Leistung auch ermöglicht hätten. Eine schwarze Rauchfahne zeigte, dass der Regler das Inferno ausgelöst hatte. Damit wäre die Frage geklärt, ob man Lufthutzen VOR oder NACH dem Erstflug anbringt! Jetzt nur keine Panik und einlanden. Da dies der Erstflug mit dem Modell war wollte ich nichts riskieren und baute langsam Fahrt ab. Eine weißliche Rauchfahne zeigte mir, dass jetzt auch die unter dem Regler befindlichen Lipos brannten. Nach kurzer Zeit erreichte der Brand die Empfängerstromversorgung und der Funkkontakt riss ab. Das Modell schlug ungesteuert aus ca. 50m in den harten Boden hinter dem rechten Pylon der Messanlage. Bis wir mit dem Feuerlöscher dort eintrafen qualmte es nur noch. Totalschaden, leider komplett ausgebrannt. Das Projekt 400Km/h mit dem Demon Speed werde ich später fortsetzen. Stay tuned…

Bad Wünnenberg 2015 war wieder ein geselliges Erlebnis. Am Samstag hatten wir Lagerfeuer mit Umtrunk. Ja, auch die Speeder haben eine romantische Seite. In der Nacht war es zapfig kalt. Als ich um 1:30Uhr die Segel getrichen habe hatte es Eis auf den Flächen meines Styro Feierabend Fliegers, den ich neben meinem Werkstatt Zelt noch auf dem Gras stehen hatte. Am Feuer war es mollig warm. Abschließend noch ein paar Impressionen und die obligatorische Link Liste zu externen Quellen. Wer Fragen hat meldet sich einfach bei mir. Oliver(.)Zanker(AT)Web(.)de. Danke.

Externe Links und Quellen:

# Powercroco.de – Bad Wünnenberg 2015

# RCN Thread – Bad Wünnenberg 2015

Vakuum Absaugung und Techniken

Die Fragen kommen immer mal wieder vor: Wie geht das mit der Vakuum Absaugung? Was braucht man alles für Geräte? Welche Tipps und Kniffe gibt es?

Dieser Artikel soll meine Arbeitsweise erläutern. Ich behaupte jetzt nicht, dass meine Technik „DIE“ Lösung ist. Es existieren viele Wege nach Rom und ein jeder soll entscheiden, welche Techniken einen eigenen Versuch wert sind. Fangen wir an….

Die Vakuumpumpe – von High- bis Low Tech

Es gibt viele Modelle auf dem Markt. Was darf es denn sein? Beginnen wir mit den Vakuum Pumpen, die ich nicht für geeignet erachte. Da sind zum einen einfache Membran Pumpen, wie man sie z.B. für Aquarien verwendet, um Luft einzuleiten. Die Dinger sind zu schwach und die Membran hält den Dauerbelastungen im Vakuumbetrieb nicht stand. Für den Composite Bau streben wir ein möglichst hohes/starkes Vakuum an, das ist mit einem so einfachen Modell nicht zu erreichen. Variante 2: Ein alter Kühlschrank Kompressor. Der Unterdruck von einem solchen Kompressor ist ausreichend, keine Frage. Zwei Dinge sprechen in meinen Augen dagegen: a) Die Kompressoren sind nicht für Dauerbetrieb ausgelegt und b) die Kompressoren sind ölgeschmiert und es kann ein feiner Ölnebel in der Werkstatt freigesetzt werden. Ölnebel ist ein mega GAU, wenn man Lackieren möchte, das Zeug setzt sich überall fest. Es gibt industrielle Vakuumpumpen bei den bekannten Vertrieben und einige Quellen im Internet. Ich verwende eine Thomas Vakuumpumpe, die man durchaus günstig bei eBay erstehen kann. Diese Pumpen stammen meines Wissens nach aus dem Klinikbereich und sind dort u.a. in Beatmungsgeräten im Einsatz. Das zum Thema Dauerlaufen und lange Einschaltzeiten. Desweiteren sind diese Pumpen ölfreie- und trocken laufende Pumpen. Der Volumendurchsatz ist recht hoch, was für eine schnelle Absaugung der Luft im Vakuumsack sorgt. Anbei meine Pumpe. Vakuum_02

Druckluftschlauch besorgt man sich im Baumarkt, dabei aber bitte Gewebe verstärkten nehmen, der eine ausreichende Wandstärke besitzt. Gegen die Geräuschentwicklung dieser Pumpe gibt es 2 Maßnahmen: Gummi Unterlegmatten, wie sie für Waschmaschinen verwendet werden und ein geeigneter Schalldämpfer am Luftauslass. Ich selber verwende keinen Schalldämper (einfach zu faul!), weil ich kein Problem mit Lärm habe. Diese Pumpe flüsterleise zu bekomme ist aber kein Problem. Andreas hat mir den Tipp gegeben an den Auslass ebenfalls einen Schlauch anzuschließen (Durchmesser beachten!) und das Ende dann in einen Schuhkarton (mit Watte gefüllt) einzulegen. Fertig, mehr braucht es nicht für einen leisen Betrieb. Ach ja… Thema Druck. Meine Pumpe schafft -0,85bar max. Das langt in meinen Augen aus.

Der Vakuumsack – unzählige Varianten

Auch hier gibt es viele Varianten und Techniken. Der einfachste Sack ist ein großer Müllbeutel, der an 3 Seiten veschweißt ist. Es gibt da durchaus gut gefertige Modelle, die den Belastungen stand halten. Wie bekommt man die offene Seite dicht? Acryl aus dem Baumarkt ist eine Möglichkeit. Hinweis: Finger weg von Silikon, immer Acryl nehmen! Ich führe das hier nicht weiter aus, denn die Foren sind voll von Leidensgenossen, die Silikon verwendet haben. Dichtband ist eine weitere Variante. Nicht super billig, aber durchaus gut. Bei einer Pumpe mit hohem Volumendurchsatz kann man auch folgendes Versuchen: Das freie Ende wird über einen kleinen Stab aufgewickelt. Der Sack dichtet sich so selber ab, da die beiden Folien angesaugt werden. Dazu später mehr im Detail.

Die Müllsack Variante geht nur für kleine Bauteile, eine Flächenform wird man da nicht rein bekommen. Für dieses Szenario gibt es Folienschlauch als Meterware. Qualitative Unterschiede sind hier in der Stärke des Folienmaterials zu finden. Es gibt superdünn und etwas dicker. Alles kann je nach Anwendungsfall Vor- und Nachteile bringen. Unter 0,1mm sollte man nicht gehen, der Schlauch wird sonst zu empfindlich. Meine Foliensäcke sind ca. 0,2mm dick, passend abgelängt und das hintere Ende ist doppelt mit Acryl verschlossen.

Derzeit verwende ich für kleinere Bauteile wie Höhenleitwerke etc. fertig konfektionierte Vakuumbeutel, wie man Sie in jedem Betten- und Matrazenladen bekommen sollte. Gedacht sind die Dinger zum platzsparenden Verstauen von Kleidung, Kissen etc. Es gibt unterschiedliche Größen, die Materialstärke der Folie ist ausreichend und die offene Seite wird mit einem Zipper System verschlossen. Einfacher geht es nicht, kein gepampe mit Acryl, was ja bekanntlich unter Vakuum nicht aushärtet.

Vakuum_01Der Druckanschluss am Vakuumsack

Am Anfang habe ich den Vakuumschlauch immer an der offenen Seite rausgeführt und dann den Sack mit Acryl abgedichtet. Diese Sauerei hatte ich schon nach einigen Versuchen mehr als satt. Die Lösung: Vakuum Sauger!

Vakuum_03Meine Modelle habe ich bei eBay gefunden. Der Sauger ist Industrietechnik aus weichem Gummi. Verwendet wird diese Technik u.a. von Robotern, wenn Platten angehoben werden müssen. Wir heben nichts an, wir saugen ab. Wie macht man das richtig? Man muss dafür sorgen, dass die Luft aus allen Teilen des Vakuumsackes ungehindert bis zum Sauger strömen kann. Macht man das nicht läuft man Gefahr, dass der Arbeitsdruck nicht gleichmäßig über das Bauteil verteilt ist. Dazu kann man einen flauschigen Rest Teppich verwenden, oder wie in meinem Fall Absaugvlies. Normalerweise wird es verwendet, um überschüssiges Epoxy Harz aus dem Bauteil aufzunehmen. Das Balsabrettchen dient dazu, dass der Sauger eine gerade Auflagefläche ohne Falten hat. Im späteren Betrieb wird das Brettchen mit dem Absaugvlies eingeschlagen, der Sack luftdicht verschlossen und dann ein kleiner Schlitz mit dem Messer über dem Brettchen erzeugt. Auf den Schlitz setzt man den Sauger auf, er zieht sich selber fest. Meiner Meinung nach ist das die sauberste Methode. Es gibt viele andere Varianten der Druckanschlüsse, aber ich habe es gerne einfach und simpel.

Vakuum_06Auf dem obigen Bild sieht man mein „Demon Speed“ Höhenleitwerk in einem der fertigen Vakuumbeutel aus dem Bettenhaus. Den Druckanschluss für den Staubsauger verwenden wir natürlich nicht, der ist geschlossen. Das Balsa Brettchen kann man gut erkennen, wie es vom Absaugvlies umschlossen wird. Der Sauger ist bombenfest angesaugt. Eine zusätzliche Sicherung des Saugers bzw. des Schlauchs ist nicht nötig.

Vakuum_05Hier sieht man meine HLW Form im Detail. Über dem Bauteil befindet sich Abreißgewebe und dann 4 Lagen flauschiges Toilettenpapier. Überschüssiges Harz wird vom Toilettenpapier aufgesaugt. Meine HLW sind mittlerweile so trocken laminiert, dass da nichts mehr bis die oberste Lage gezogen wird. Bei einer Fläche bin ich immer noch vorsichtiger und arbeite mit reichlich Harzüberschuss.

Druckluft – Anschlüsse und Verteiler

Damit man auch mehrere Bauteile gleichzeitig absaugen kann verwende ich einen 4fach Druckluftverteiler mit angebautem Manometer. Da muss man etwas schauen und nachfragen, nicht alle Druckluftverteiler kommen mit Vakuum klar. Mein Modell sperrt bei Druckluft und Vakuum. Entsprechende Schnellverschlüsse habe ich an 2m Druckluftschlauch mit meinen Vakuumsaugern verbunden. So kann ich maximal 4 Bauteile in einem Arbeitsgang absaugen. Schnell, sauber, einfach. I like…

Vakuum_07Meine Pumpe liefert -0,85bar, wenn kein Schlauch angeschlossen ist. So hat man einen guten Überblick, ob der Vakuumsack 100% dicht ist. Der Sack aus dem Bettenhaus ist dicht, mehr kann die Pumpe nicht (Siehe Manometer oben). Bei meinen Folienschläuchen für Flächen komme ich stellenweise nicht über -0,75bar hinaus. Da scheinen irgendwo kleine undichte Stellen zu sein, oder die folgende Beschreibung der Abdichtung ist nicht 100%. Allerdings hatte ich die selben Säcke schon mit Acryl verschlossen, da war es auch nicht mehr.

Vakuum Methode für Folienschläuche bei Flächenformen – Made easy!

Meine Folienschläuche für Flächenformen sind am Ende dauerhaft mit Acryl und doppeltem Umschlag verschlossen. Bleibt noch die Seite, wo die Form reinkommt. Wie dichtet man diese Seite ab: Acryl? No way! Dichband? Habe ich nicht…

Meine Lösung besteht darin, dass ich die offene Seite deutlich mit Überstand bemessen habe und diese dann über einen 20mm Holzstab aufwickele (sehr stramm, min 4-5 Wicklungen!). Ich wickele bis zum Anfang des Balsa Brettchen, wo auch das Absaugvlies anfängt. Dann die Pumpe an, den Sauger aufgesetzt … fertig. Die Folie saugt sich selber dicht. Geht nicht einfacher! Geht doch? Schreib mir bitte eine eMail. :-) Danke.

Defektes Servos aus Fläche entfernen – Typhoon XS

Mein neues Flaggschiff der Speeder Abteilung (Typhoon XS von Marcus Koch) ist gerade 4 Flüge alt, da ist ein Defekt bei einem QR Servo Graupner DES 930 HV zu verzeichnen. Warum geht so ein Servo kaputt? Eigene Dummheit! Dazu später mehr im Post zum Speedcup in Siegendorf 2014. Das Servo ist im Flügel verklebt und muss heraus operiert werden. Wie man hier am besten vorgeht werde ich nachfolgend beschreiben. Und ja, es tut weh, wenn man an so einem Flügel den Dremel ansetzen muss.

Nach dem Entfernen der Servo Abdeckungen ist zu sehen, dass das Servo nur halb hervorsteht und mit der Ober- und Unterschale verbunden ist. Das bekommt man am Stück nicht heraus, zumal noch ein Gegenlager verbaut wurde. Dieses eigentlich gute Feature wird hier fast zu einem Show Stopper. Man könnte natürlich versuchen das Servo am Stück herauszubrechen. Allerdings besteht dann die Gefahr, dass die Oberschale Schaden nimmt. Und das will ich auf keinen Fall! Fangen wir mit den Bildern an…

QR_01Die Maße der Abdeckung sind gut zu erkennen, ein Balsa Streifen stellte den Kontakt zur Unterschale her (schon entfernt). Das Ersatzservo wird auf das defekte Servo gelegt. So kann man die Umrisse für den späteren Schnitt genau bestimmen. Genau ist hier wörtlich zu nehmen, denn das Servo ist an einer Rippe zusätzlich im Flügel verklebt. Und diese Rippe sollte man nicht beschädigen, weil man 1-2mm mehr wegnimmt als nötig.

QR_02Am Servoboden ist das 930HV bündig mit der Rippe verklebt. Die Kleberaupe habe ich dort schon bearbeitet. Nun entfernen wir die Schraube vom Gegenlager. Gut zu erkennen ist, dass hier keine normale Schraube zum Einsatz kommt, sondern ein Modell mit Außen Sechskant Kopf. Wäre das eine normale Schraube gewesen hätte ich das Gegenlager auch entfernen müssen. Mit einer kleinen Flachzange und viel Geduld bekommt man die Schraube vom Gegenlager raus. Jetzt kommt der brachiale Teil: Mit dem Dremel und einer dünnen Trennscheibe schneidet man eine Öffnung in das Servo, lässt aber die Seitenteile stehen. Das ist wichtig, denn die brauchen wir später noch. Vorsicht: Das DES 930 HV besteht im oberen Teil aus Plastik, die unteren 2/3 sind aus Alu. Da kommt man mit dem Dremel nicht mal so ohne weiteres (schnell) durch. Es dauert, und Alu überträgt die Wärme sehr gut. Ich habe aus Rücksicht auf die Fläche nach 2 Schnitten eine Pause eingelegt, weil die Oberseite der Fläche empfindlich warm wurde. O.K. das Servo ist jetzt offen. Nun entfernen wir alle Innereien. Das sieht dann so aus.

QR_04Das kleine weiße Zahnrad im Vordergrund ist übrigens aus Plastik. So viel zum Thema BB MG (Metallgetriebe). Die Herren Ingenieure werden sich was bei gedacht haben, hoffentlich als Sollbruchstelle.

QR_03Jetzt kommt der heikle Teil und der Belastungstest für den Kleber. Zuerst die Zentralachse des Servos entfernen. Ein Dremel Schnitt link und rechts, dann einfach raus damit. Der obere Teil ist, wie erwähnt, aus Plastik. Einfach rausbrechen geht aber nicht weil 4 lange Schrauben vom Aluboden bis in den Deckel reichen. Die Führungen dieser Schrauben habe ich mit dem Diamantfräser entfernt, dann halten die Dinger nicht mehr im Plastik. Jetzt kommt der Deckel mit leichter Gewalt (vorsichtig!!!) raus.

QR_05Die langen Schrauben aus dem Boden kann man noch erkennen. Was jetzt übrig ist besteht aus Alu. Einfach abschälen wie beim Plastik geht hier nicht. Aber große Gegenwehr war auch nicht zu verzeichnen. Sanfte Gewalt und der Boden war raus. Operation geglückt, der Patient lebt noch ohne weiteren Schaden zu nehmen.

Das neue DES 930 HV einzubauen dürfte nicht schwer werden. Sollten sich dabei Unwägbarkeiten ergeben werde ich den Post hier updaten. Noch einmal alle Bilder in der Gallery.

Weltrekord Versuche 2013 in Ballenstedt

Der letzte Showdown des Jahres steht an! Nach einem Jahr Pause finden wieder Weltrekord Versuche statt, diesmal in Ballenstedt auf dem Verkehrslandeplatz. 20 Startplätze sind ausgeschrieben: Heli- und Flächenpiloten halten sich die Waage. Timo will den Dauerflug Weltrekord übertreffen, Niels mit seinem Jet den Guiness Rekord einstellen. Eine komplette Übersicht der Ausschreibung und Teilnehmerliste findet sich bei RC Network. Die Messanlage der Speeder wurde aufwendig ausgerüstet und mit Highspeed Kameras ausgestattet, was eine solide Dokumentation der Geschwindigkeiten ermöglicht. Dazu gleich mehr.

Die Aufgabe: Die Weltrekord Mess-Strecke

Wie bekannt sein dürfte fliegen wir im Speedcup in einem 200m Korridor (20m breit, Flughöhe zwischen 5m und 35m), welcher am Anfang und Ende mit Pylonen abgesteckt ist. Je nach Setup fliegt man dann mit unterschiedlicher Höhe an (Sturzflug), nimmt also den Speed aus der senkrechten Beschleunigung voll mit. Das ist bei den Weltrekord Versuchen verboten! Hier wird gefordert, dass der Pilot schon 100m vor dem Einflug in die Strecke das Level zwischen 5m und 35m einhält. Gemessen wird der reine horizontale Speed. Überwacht wird die Flughöhe durch Judges, die Verstöße an die Messanlage weitermelden. Die Geschwindigkeiten aus den Speedcups und den WR Versuchen sind somit nicht direkt vergleichbar. Ich konnte mir als Contest Director die Strecke in aller Ruhe anschauen, und 300m sind schon verdammt lang, wenn man mit über 400 Sachen fliegt. Hut ab vor den Leistungen der Piloten. Es gibt ja immer noch Piloten und Zuschauer die meinen Speedfliegen wäre leicht. :-)

Messanlage – Ein Stück High Tech

Die Messanlage wurde von Christian Erdt und Andreas Renicke konstruiert. Christian macht die Technik, Andreas den Papierkram und die Materialbeschaffung. Die Weltrekord Anlage mit 4 Kameras war in Ballenstedt zum ersten mal im Einsatz. Zusätzlich zu den bekannten Kameras wurden Highspeed Kameras installiert (1000 Bilder die Sekunde!). Diese Kameras filmen durch eine Peilstange, welche vorher von einem Vermessungsbüro auf dem Flugplatz eingerichtet wurde. Die Mess-Strecke war laut Protokoll genau 200m und 5mm lang. Diese Highspeed Kameras erzeugen so viel Datenstrom, dass dem nur mit Glasfaser Kabel begegnet werden kann. Eine Menge Technik für möglichst genaue und dokumentierte Ergebnisse. Wie funktioniert die Sache? In die Bilder der Highspeed Kameras wird synchron ein Zeitstempel eingefügt, also auf beiden Kameras die gleiche Zeitinformation. Wird nun ein Flug gewertet, dann nimmt man den Zeitstempel vom Einflug, den Zeitstempel vom Ausflug und hat somit die genaue Flugzeit in den 200m. Daraus wird dann der Speed berechnet. Für eine Wertung muss noch ein Gegenflug erfolgen, damit möglicher Rückenwind eliminiert werden kann. Diese Auswertung ist sehr aufwendig und zeitintensiv. Hier ein Bild von Christian bei der Auswertung.

Auswertung

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Die Messanlage hat sehr gut funktioniert, auch wenn immer mal jemand meckert. Da ich die meiste Zeit direkt beim Geschehen war kennt man seine Pappenheimer. Es gibt Piloten, die bekommen in 95% der Fälle eine Auslösung. Andere bekommen weniger Treffer. Die Anlage ist sicher nicht perfekt, aber in der jetzigen Ausführung schon sehr gut. Jungs, weiter so mit der guten Arbeit!

Heli Dauerflug

Timo Wendtland möchte den Dauerflug Rekord, der bei 1 Stunde und 45 Minuten steht, überbieten. Das Unterfangen findet natürlich nicht in der Mess-Strecke statt, sondern auf dem weitläufigen Gelände in einer ruhigen Ecke. 3 Judges kontrollieren den Flug mit jeweils einer Stoppuhr. Der Heli darf maximal 6Kg wiegen, aber Timo war weit darunter. Unter leichten kreisenden Flugbewegungen spulte er die erste Stunde ab. Ja, leichte Kreise fliegen verbraucht anscheinend weniger Strom, als nur zu schweben. Knapp vor Erreichen des Rekords bei 1:45 war Timo schon nicht mehr so entspannt. Die Anspannung zehrt an den Nerven. Nach einem neuen Rekord von 2h und 31 Minuten beendet Timo seinen Flug und hat damit eine neue Bestmarke gesetzt. Angeblich war da noch Raum für eine längere Flugzeit. Eins muss man bedenken: Der Heli muss an einem Stück gelandet werden, es darf kein Teil abbrechen. Teileverlust führt zur Annulierung. Wer also seinen Akku bis zum bitteren Ende auslutscht läuft Gefahr bei der anschließenden Notlandung seine geflogene Leistung nicht gewertet zu bekommen. Das gilt analog auch für die Flächenflieger: Verliert man ein Teil, der Prop zählt hier nicht mit, wird der Flug gestrichen. Gratulation Timo! Anbei ein Bild des auf Dauerflug optimierten Heli…

Dauerflug_Heli

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Guiness Rekord: RC Modell – Jet

Niels hat sich vorgenommen den Guiness Rekord für Jets einzustellen. Dies ist ihm eindrucksvoll gelungen! Für alle Teilnehmer, und auch anwesende Zuschauer, waren die Flüge von Niels ein Highlight. Schlussendlich liegt der neue Rekord bei gemittelten 709Km/h, das sind fast 200m in der Sekunde. Dabei war der WR Flug nicht sein schnellster Flug. Wir hatten am Samstag morgen einen Flug mit 750Kmh von einer Seite. Leider lief eine der Highspeed Kameras nicht, so dass der Flug nicht dokumentiert wurde. Niels hat es sportlich genommen und zweierlei bewiesen: Dass die Messanlage auch mit über 700 Sachen klarkommt und er diese Leistung jederzeit abrufen kann. Hier ein Bild von seinem Jet.

Niels_Turbine

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Heli Speed Rekord

Es entwickelte sich ein Kampf zwischen dem Banshee Team um Christian Köperl, der auch amtierender Weltrekord Inhaber ist, und dem Henseleit Helicopters Team. Von Heli habe ich leider wenig technische Expertise, daher hier nur meine bescheidenen Eindrücke. Christian konnte schon am Freitag mit 272Km/h gewaltig vorlegen. Diese Bestmarke sollte bis Sonntag bestand haben. Dann gelang es Christian seine eigene Marke noch knapp zu verbessern. Neuer Rekord 273,6Km/h. Der Speed Banshee liegt wie in Brett in der Luft und ist wahrscheinlich dadurch knapp überlegen. Henseleit hat alles versucht, konnte sich aber nicht nah genug herankämpfen. Hier ein Bericht von Stefan Segerer.

Flächen Speeder Verbrenner 10ccm

Bei den Verbrennern gibt es nur eine FAI Klasse bis 10ccm. Die Deutschen DM Klassen bis 6,60ccm (B) und 10-15ccm (D) sind keine FAI Klassen. Dieses Jahr war nur Hartmut angetreten den WR von seinem Teamkollegen Dag zu überbieten. Irgendwie fehlt bei den Verbrennern der Nachwuchs, so dass ich vermute, dass die Klasse langsam ausläuft. Schade, denn ich mag den brachialen Lärm der offenen Reso´s und den Geruch auf dem Flugfeld. Der alte Rekord von Dag liegt bei 405,3Kmh. Die Speedcups zeigen, dass solche Leistungen nur von wenigen Piloten überhaupt erreicht werden können, und dazu die äußeren Bedingungen optimal passen müssen. Das war in Ballenstedt leider nicht der Fall: Leichter Querwind und keine schnelle Luft. Große Tuningmaßnahmen sind nicht mehr zu erwarten, so dass alles stimmen muss, um einen neuen Rekord zu fliegen. Hartmut war mit 402Kmh sehr nah dran, aber gelangt hat es nicht. Einmal flog er 430 mit dem Wind, konnte dann aber gegen den Wind keinen Fabelspeed hinlegen. Hartmut war nur Samstag vor Ort, Sonntag hatte Familie Priorität.

Hartmut

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Flächen Speeder – Der United Kingdom National Record

In Ballenstedt wurde nicht nur um Weltrekorde gekämpft. Stuart nahm mit seiner Frau den weiten Weg aus England auf sich, um den nationalen UK Rekord zu durchbrechen. Auf der Insel gibt es keine Messanlage, mit der man solche Rekorde fliegen könnte. Der alte Rekord steht bei 266Km/h. Stuart flog ein HJK Monster und kämpfte tapfer mit der Mess-Strecke. Er hatte vorher keine Chance zu trainieren, dafür haben wir in Germany die Speedcups. Bis er sich eingeschossen hatte waren die Akkus leer. Bei 2 Flügen hat er es geschafft seine letzte Strecke zu bekommen, also die Akkus schon komplett eingebrochen waren. Schwund bei Akkus ist immer! Nach Coaching von Jens Göbel, und leichtem Druck von seiner Frau, war dann am Samstag der Frust vergessen. Linker Anflug – Treffer, rechter Anflug – Treffer… 314Km/h im Mittel und somit neuer Rekord. Er wollte weiter Speeden, aber Jens hat ihn gebremst. Schließlich galt es nun, dass Monster ohne Schaden zu landen, was auch gelang. Stuart, see you next year to break the 200 Miles/h barrier!

Stuart_Monster

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Der Elektro Combo Rekord

Beim Combo Rekord muss mit 2 unterschiedlichen Energiequellen geflogen werden. Den Rekord hat Ralph Okon seit 2011 inne (372Km/h). Als Titelverteidiger war er natürlich wieder dabei. Daneben griffen Christian Erdt, Marcus Koch und Kai Koppenburg nach dem Rekord. Marcus, Kai und Ralph mit dem Typhoon, Christian mit dem Peregrine Prototypen.

Peregrine

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Alle 3 Herausforderer waren auch in der Unlimited FAI Klasse unterwegs, so dass wenige Flüge in der Combo Klasse geflogen wurden. Der Monster Speeder Peregrine geht an das maximale FAI Reglement (5Kg, 150dm²). Das Ding ist ein Brocken! Die Typhoons sind etwas kleiner, aber immer noch sehr groß. Christian setzte am Freitag mit 455Km/h in eine Richtung eine erste Duftmarke, leider gab es keine komplette Wertung. Dummerweise platzte der Peregrine Prototyp am Samstag in der Luft, als der Angriff auf den Combo Rekord geplant war. Somit waren nur noch Ralph, Kai und Marcus im Rennen. Ralph hatte beim ersten Flug auch einen Komplettverlust seines Typhoon. Der Speeder reagierte im Abschwung nicht mehr auf Befehle und bohrte sich in den Boden. Aus den Resten konnte man keine Ursache mehr ermitteln. Somit blieb der Shootout zwischen Marcus und Kai. Kai hatte sehr schnelle Flüge, aber ohne Wertung. Marcus legte nach und flog knapp 421Kmh, neuer Rekord. Anschließend konzentrierte sich Kai auf den Unlimited Rekord. Gab es da einen kleinen „Nicht Angriffs Pakt“ im Team? :-) Glückwunsch an Marcus Koch zum Combo Rekord.

Angriff auf den Unlimited FAI Rekord

Die alte Bestmarke von David Dzida lag bei 439Km/h. Im Laufe des Jahres 2013 zeichnete sich ab, dass nur ein paar Piloten in der Lage sind auf einem solch hohen Niveau zu agieren. Christian Erdt hat in Siegendorf gezeigt, dass er mit seinem Tomahawk schnell fliegen kann. Mit einem Prototypen (der Peregrine) anzutreten birgt ein gewisses Risiko. Nach dem Verlust des Peregrine flog er mit seinem B-Modell (Fluxkompensator) zumindest einen neuen Österreich Rekord, war aber bei FAI Unlimited aus dem Rennen. Gesetzt waren Kai Koppenburg, Marcus Koch und David Dzida (als Titelverteidiger). Daneben gab es noch 2 Piloten, deren Leistungen schwer einzuschätzen waren. Niklas Kahlich machte sich auf den diesjährigen Speedcups rar. Als Vizemeister in 2012 hat er dennoch bewiesen, dass er immer für vordere Platzierungen gut ist. Jakob Karpfinger war seit seinem DM Titel 2011 nicht mehr bei den Speedern dabei. Er fliegt mittlerweile F5D und trainiert weiter fleissig im Stillen. Dank Studium in München ist er Mitglied der Akamodell TU München. Die Jungs haben mit dem Bathlet bewiesen, dass sie Sieger Modelle entwickeln können. Nun tauchte Ende 2011 auf der Website der Akamodell ein Bild eines neuen Speeders (Name „Tanto“) auf. Das bescheidene Ziel: Ein neuer Weltrekord in Unlimited FAI (Klasse #175)! Man wächst an den Herausforderungen.

Akamodell_Tanto

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Der Tanto zeigt radikale Merkmale: 6 Blatt Klapp Prop an einem Pyro 800 (ein 5020 / 14 Poler), Akkus komplett in der Fläche, die Fläche sitzt auf einer Art Pylon (die Fläche liegt im hinteren Drittel komplett frei). Der Leitwerksträger ist sehr lang und dünn. Die 2,4Ghz Antenne geht durch den Tragflügel auf die Oberseite. Jede Menge neue Konzepte, die zumindest offiziell noch nicht gezeigt haben, wo deren Leistungsgrenze liegt. Um es vorweg zu nehmen: An dem Wochenende war komplett der Wurm drin! Das A Modell schlug nach wenigen Sekunden ungesteuert ein, Totalschaden. In einer Nachtschicht wurde das B-Modell aufgebaut und am Samstag früh auf einem anderen Modellflugplatz getestet. Danach gab es massive Probleme mit den Kontronik Reglern, welche dem Leistungshunger des 6 Blatt Props nicht gewachsen waren. So war keine volle Leistung abrufbar, was sich in einem 320er Speed darstellte. Der Tanto und Jakob haben sich an dem Wochenende unter Wert verkauft. Ich bin mir sicher, dass es nicht am Piloten lag. Hier wurde, meiner Meinung nach, versucht zu viele neue Konzepte auf einmal in einen Speeder zu packen. So hätte man mit einem der bewährten Powercroro / YGE Setups konkurrenzfähige Leistung zur Verfügung gehabt. Dann hätte man gesehen, wie der Tanto die Leistung in Speed umsetzt. So aber blieb ein Wochenende voller Frustration für das komplette Team der Akamodell München.

Kai legt am Freitag Morgen mit einer 443 im Mittel vor, verzichtet aber auf eine Auswertung seines Fluges. 12:29 fliegt Niklas eine 439Km/h und schrammt damit knapp am bisherigen Rekord von David vorbei. Um 12:46 wird Kai im zweiter Flug mit 470,6Km/h gemessen und setzt die Hürde für die Konkurrenten sehr hoch. David greift ab Samstag ins Geschehen ein und setzt weiterhin auf sein WR Modell von 2011 (vergrößerter F5D Flieger). Er hat Durchflüge von mehr als 450Kmh auf dem Tacho, leider keine komplette Wertung. Samstag Mittag platzt sein A Modell in der Luft, was seine Stimmung spürbar drückt. Am Sonntag ist David abgereist und somit hat er die Titelverteidigung aufgegeben. Ab Sonntag Vormittag ist plötzlich die Situation gegeben, dass niemand mehr Fliegen möchte. Leerlauf im Wettbewerb, keine Platzhalter mehr auf dem Tisch! Somit gilt ab jetzt: First come, first serve. Marcus hat seinen Combo Rekord und greift in Unlimited FAI nicht mehr an. Um 10:39 tritt Niklas mit einem Fluxkompensator an, die Fläche wurde in Kooperation mit Erwin Schamburger gebaut. Mit nur einem 10s Setup ballert er eine 476,8 in die Strecke und verdrängt Kai von Platz 1. Dabei war der Flug alles andere als sauber: Es waren Korrekturen dabei, die Wetterbedingungen waren nicht optimal, die Luft nicht die schnellste. Trotzdem schafft Niklas diesen Speed. Kai setzt zum Gegenangriff an, fliegt aber einen Versuch ohne Wertung. Beim nächsten Angriff steuert sein Typhoon ungesteuert in den Boden. Die Reste des Rumpfes stecken 60cm tief in der Erde und müssen mit dem Spaten geborgen werden. Kai macht sein Ersatzmodell starklar und jagt einen Akkusatz nach dem anderen durch. Alleine in der letzten Stunde vor Ende der Veranstaltung hatte er sicher 5-6 Flüge! Niklas hatte es sich derweil mit einem Kaltgetränk gemütlich gemacht und beobachtete die Aktivitäten von Kai. Trotz aller Anstrengungen war die Topmarke von Niklas am Sonntag nicht mehr zu knacken. Punkt 16:00 Uhr endete die Veranstaltung mit einem verdienten Sieger Niklas Kahlich in der Klasse #175 Unlimited FAI. Die neue Bestmarke liegt somit bei 478,6Km/h. Die 500er Schallmauer rückt langsam in Reichweite…

Abschließend alle Ergebnisse im Überblick:

  • #175 / Niklas Kahlich – NEU 478,69Km/h
  • #196 / Dr. Marcus Koch – NEU 420,94Km/h
  • #203 / Christian Köperl – NEU 273,63Km/h
  • #199 / Timo Wendtland – NEU 2:31h
  • UK National Record – Stuart McFarlane – NEU 314,55Km/h
  • AT National Record – Christian Erdt – NEU 253,86Km/h
  • Turbinenmodell (Guiness-Rekord) – Niels Herbrich – NEU 709Km/h

Links, Videos und weitere Quellen:

Video Niels Turbie 709Kmh: http://www.youtube.com/watch?v=sa-TSNeTK-A

Video Hartmut Verbrenner: http://www.youtube.com/watch?v=D5jw-LoWnXI

Video TDR Henseleit: http://www.youtube.com/watch?v=MRh9vPYHY6M

Video Speed Banshee: http://www.youtube.com/watch?v=myxp7e1J-1o

Video Peregrine Christian: http://www.youtube.com/watch?v=qz7JJsGRV2w

Video Fluxkompensator Niklas: http://www.youtube.com/watch?v=C89CLbio0Cg

Video Typhoon Kai: http://www.youtube.com/watch?v=LWkK-2Z7c7M

Video Typhoon Xs Marcus: http://www.youtube.com/watch?v=8Ozq_iZx8Hc

Video David Dzida: http://www.youtube.com/watch?v=xNhjwmv_btg

Video Akamodell München: http://www.youtube.com/watch?v=eIglGKz17Xk

Link: Stuart McFarlane Webseite

Link Bilder und Kommentare: Andreas

Speedcup in Spelle (2013)

Mit Spelle tauchte Anfang 2013 ein neuer Verein in der Veranstaltungsliste auf, der einen Speedcup ausschrieb. Detlef, Lukas und Christof haben viel Engagement gezeigt und eine super Veranstaltung auf die Beine gestellt. Doch der Reihe nach…

Ende August, Anfang September traf sich eine überschaubare, aber illustre Gruppe von Speedern ein. Der Platz in Spelle (GPS: N 52.399277 / E 7.454432) liegt mal wieder im hohen Norden. Zumindest aus meiner Sicht, den ich wohne ungefähr in der Mitte von Deutschland. Bis auf Siegendorf (AT) war ich bisher immer nur im Norden. Gibt es im Süden keine Speeder mit Flugplatz? Geflogen wurden Verbrenner Speeder, Voll CfK/GfK Elektro Speeder und Obstkisten! Ja richtig gelesen, so nennen die Piloten liebevoll ihre Holzspeeder. Die Diskussion und Ausschreibung kann man in RC Network nachlesen. Vom Speller Verein wurde eine extra Wertung für 2/3 Modelle ausgeschrieben. Und die Jungs haben es richtig spannend gemacht, wer die Sachpreise am Ende bekommen sollte. Trotz schwieriger Bedingungen mit deutlich Wind wurden Geschwindigkeiten von über 300Km/h im Mittel erreicht. In den Top 3 war alles sehr nah beieinander und die jungen Piloten haben sich von Flug zu Flug gesteigert. Weiter so!

Es gab neue Modelle zu sehen! Alex brachte mit dem Fireblade ein neues Voll CfK Geschoss an den Start. Leider spielte die Technik nicht mit, so dass nur wenige Flüge zu sehen waren. Potential ist vorhanden, nur an der Umsetzung wird noch gearbeitet. Vor dem Wohnwagen von Andreas konnte man einen Teil der Urmodelle vom Peregrine bestaunen. Dieser Speeder geht an das maximal erlaubte des FAI Reglements. 5Kg Gewicht, über 2m Spannweite, ein Rumpf von fast 160cm Länge. Die Fläche könnte auch als Surfbrett durchgehen. Erster Einsatz des Modells, welches mit ca. 10-15KW Elektro Power befeuert wird, soll auf den kommenden Weltrekord Versuchen in Ballenstedt stattfinden. Gerüchte besagen, dass der erste Peregrine Raubvogel in freier Wildbahn in Österreich gesichtet wurde. Es wird spannend in Ballenstedt, die Urmodelle machen einen sehr guten Eindruck.

Der Platz in Spelle ist sehr gut gelegen. Und ruhig! Als Bewohner des Rhein-Main Gebiets bin ich mit Autobahn A5, Eisenbahn und Flugplatz Frankfurt anderes gewöhnt. Das Flugfeld ist ca. 500m lang, so dass Landungen eigentlich keine Probleme bereiten sollten. Sehr breit ist der Platz allerdings nicht. Und in unmittelbahrer Nähe stehen einige Windräder. Diese sind ca. 400m vom Platz entfernt, wirken aber bedrohlich. Da muss man sich dran gewöhnen. Beim Speeden gab es keine Probleme damit. Die Messanlage wurde knapp hinter die Platzgrenze auf einen abgeernteten Acker gesetzt und hat über das Wochenende sauber funktioniert. Wechselnde Wetterbedingungen sorgten für einigen Stress, ein kleiner Schauer am Samstag war dabei. Neben dem im Norden üblichen Wind waren die Flugbedingungen optimal.

Verluste gab es natürlich auch zu beklagen. Spelle hat „Springbäume“! Meinem Flux ist im zweiten Flug am Freitag eine Kiefer in den Weg gesprungen. Im Landeanflug habe ich die Kurve nicht eng genug genommen und der Flügel blieb an der Kiefer hängen. Der Flux ist aus 5m Höhe auf den Leitwerksträger gefallen, welcher dann gebrochen ist. Das war es mit meinem Flux. Rest in Peace! Jochen´s 4/5 Holzspeeder machte 20m weiter ähnliche Erfahrungen. Mario hatte einen Flächenplatzer mit Strukturversagen. Jochen hatte besonderes Pech, dass sein Ersatzmodell (2/3) den Abfangbogen durch einen angrenzenden Wald fliegen wollte. Zum Glück konnten wir alle Teile vor Sonnenuntergang bergen.

Es war ein rundum gelungenes Treffen. Falls das Treffen nächstes Jahr wieder stattfindet, was ich sehr stark begrüßen würde, könnten einige Kollegen mehr das Event bereichern. Wir waren sogar international: Rene aus Holland brachte seine Funjet Armada mit und flog mit einem Sundowner solide 210Km/h durch die Strecke. Einsteiger kamen voll auf ihre Kosten, weil viele Flüge durch die Anlage absolviert werden konnten. Samstag Abend gab es extrem leckeren Backschinken und der Grill war im Dauereinsatz. Am Abend durfte das obligatorische Lagerfeuer nicht fehlen. Hat Spaß gemacht, auch wenn ich nicht viel geflogen bin. Noch ein paar Bilder…

Weitere Quellen:

Bilder von Andreas – Spelle 2013