Speedcup Bad Wünnenberg 2013

Die Wetterprognosen für den Speedcup in Bad Wünnenberg waren sichtlich eingetrübt. Dennoch fanden sich zahlreiche Piloten ein, darunter nicht nur erfahrene Speeder, sondern auch etliche Einsteiger. Der Speedcup in Bad Wünnenberg hat sich einen guten Namen gemacht, was sicher Sascha und Siggi als Veranstalter zu verdanken ist. Vielen herzlichen Dank für euren Einsatz!

Von Klimaerwärmung war dieses Jahr nichts zu spüren. In der Nacht von Freitag auf Samstag stand das Thermometer bei 1,3 Grad über Null. Das Wetter zeigte sich tagsüber aber überraschend freundlich, so dass der komplette Freitag und am Samstag bis 16 Uhr geflogen werden konnte. Danach setzte leichter Dauerregen ein, der dank einem großen Zelt überbrückt werden konnte. Am Sonntag war kein Fliegen möglich, Woodstock Feeling. Lassen wir die Diskussionen über das Wetter. Wir haben nunmal einen Outdoor Sport und müssen es nehmen wie es kommt.

Traditionell ist Bad Wünnenberg der erste Showdown des Jahres und viele Piloten kommen mit neuen Modellen bzw. Setups. Zusätzlich wurde eine neue Messanlage eingeweiht, die über den Herbst/Winter entwickelt wurde. Die Karten wurden also neu gemischt. Christian z.B. hat heimlich, still und leise über 2 Jahre an seinem eigenen Voll GfK Speeder „Hellraiser“ gearbeitet und dann in Bad Wünnenberg seinen ersten Flug durch die Messanlage gewagt.

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Der Flug endete mit einem Mittelwert von 425Km/h! Das ist einfach nur sensationell. Ich denke man kann das Dauergrinsen in seinem Gesicht erkennen.

An Holzfliegern waren etliche Konstruktionen von Erwin Schambuger zu sehen, der es dieses Jahr leider nicht nach Bad Wünnenberg geschafft hat. Hier zeigt sich, dass seine Idee aufgegangen ist Einsteiger für Speedcups zu motivieren. Ninja Speed und 2/3 (Zwoadrittel) waren einige am Start. Daneben konnte man auch noch 4/5tel Modelle sehen. Der 4/5 ist eine vergrößerte Version des 2/3, die bis 10s Lipo aufnehmen kann und in einer gemeinschaftlichen Aktion einiger RC Network User entstanden ist. Auch hier waren schöne Flüge zu sehen. Schlussendlich hatte der 2/3 den besseren Speed zu verzeichnen. Der kleine Holzwurm schafft über 350Km/h!

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Ich selber hatte an den beiden Tagen 9 Flüge mit meinem Fluxkompensator. Dabei habe ich etliche Setups getestet, bin aber meinem Ziel einer 400er Wertung nicht näher gekommen. Aus Platzgründen bekomme ich keinen Logger mehr in den Flux, daher fehlt mir einfach die Datenbasis für eine Analyse der Flüge. Denke mal meine Lipos sind nicht mehr richtig bei der Sache. Das muss es sein! :-)

Für den nächsten Speedcup in Siegendorf/Österreich plane ich den finalen Test für die Deutsche Meisterschaft. Ziel ist es den Powercroco 4234 in den Flux zu verbauen und dann mit neuen 10s 3700er Lipos die 400er Wertung zu durchbrechen. Das wird nicht einfach: Einmal fliegerisch, denn die Messanlage muss man treffen. Zum anderen ist der Motor ein Monster und sprengt derzeit mein Gewichtslimit von 2500g (bei 75g dm² Regel) im Flux. Einer meiner nächsten Artikel hier wird den Umbau des Flux beschreiben. Abschließend einige Bilder vom Speedcup 2013 in Bad Wünnenberg.

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