Energija 1 – F3B Spread-Tow Baby – Teil1

Auch die Energija 1V war nicht geplant. Wie es halt so ist im Leben, manchmal gibt es Dinge die bedürfen einer spontanen Entscheidung. Angeboten in der RC Network Börse, kurze Recherche im Netz, kaufen!!! Ein Modell von Thomas Ehrentraut, dem Mann hinter „Le Composites„. Für sich selber gebaut, also mit Herzblut gemacht. Und ein Traum in Spread-Tow Sichtcarbon…

Hier ein Link zum Baubericht meines Flügels: Baubericht F3B-Modell Energija

Der Einsatzzweck ist klar dynamisch und nicht zum Floaten und für Thermik. Klar kann das die Energija auch, aber ich habe da noch eine F3J Bestellung laufen. Dazu später mehr auf diesem Kanal. Die Energija soll der „immer dabei Flieger“ sein, auch im Urlaub. Elektrisch soll das Baby werden, wegen der Unabhängigkeit von Winde, Gummi oder Hang. Und weil ich einen Flieger brauche, der auch bei Wind noch läuft werde ich nicht aufs letzte Gramm schauen.

Die Aufgabe: Umbau Segler auf Elektro

Die Idee ist einen neuen Nasenkonus zu bauen, der direkt den Elektromotor aufnimmt. Das Rumpfboot wird abgeschnitten. Die Aufstecknase wird also „tragend“. Die gekaufte Nase kann das nicht leisten, zu dünn und nicht mehr stabil genug. Thomas hatte die Nase auf einer anderen Energija im Einsatz, sehr deutliche Gebrauchsspuren sind vorhanden. Da ich keinen Schönheitspreis gewinnen muss stört mich das nicht.

Beim Thema Formenbau probiere ich mal wieder was Neues: Rengel SW404 ein gefülltes Formenharz, was mir mal von Martin Weberschock empfohlen wurde. Allerdings verwende ich den „langen“ Härter HY5159. Der schnelle Härter hat mir eine zu kurze Verarbeitungszeit. Bin eher der gemütliche Typ beim Bauen. Im Anhang findet ihr einige Bilder vom Formenbau. Den ganzen Text dazu spare ich mir, die Vorgehensweise steht im Teil „Formenbau für Radschuhe“. Nur auf die „kleinen“ Unterschiede möchte ich dann doch hinweisen.

Trennwachs: Mirror Glaze No. 8 – hat noch nie Probleme gemacht. Kostet gut Geld in Deutschland. Tipp: In den USA kostet die Dose ein paar Dollar. Lasst auch was mitbringen. Hatte Bekannte vor Ort und habe das Zeug über eBay USA in deren Hotel liefern lassen… :-)

Das SW404 soll mit dem schnellen Härter sehr zäh sein. Es ist ein „gefülltes“ Harz, also später sehr hart und nicht mehr schleif und polierbar. Mit dem „langen“ Härter wird das Zeug sehr dünn, es läuft etwas ab. Einen Fisheye Effekt, also stellenweise komplettes Ablaufen vom Urmodell, konnte ich nicht beobachten. Mirror Glaze ist da hart drauf, das musste ich beim Lackieren einer mit Mirror Glaze behandelten Form lernen. Form angenebelt und sofort sind die Tropfen zusammen gelaufen. Das Zeug sollte immer trennen. Beim nächsten Bauteil dicke ich mir das SW404 etwas mit Tixo ein. Verarbeitung war trotz „dünnem“ Zustand 1A. Den „schnellen“ Härter habe ich einer kleinen Unit gekauft um es mal zu testen. Mir fehlt noch das passende Urmodell dazu.

Hinterfüllung der Form ist mit Quarzsand/Epoxy Gemisch erfolgt. Mischungsverhältnis ca. 10:1 + Farbpaste in blau. Mit der Farbpaste kontrolliere ich die Durchmischung des Sandes. Diese Mischung ist schon ziemlich trocken. Weniger Epoxy werde ich wohl nicht mehr versuchen.

Heute habe ich die Form geöffnet, komme gerade aus dem Keller. Freude kommt auf, die Arbeit hat sich gelohnt! Ist sehr gut geworden, keine Lufteinschlüsse, Oberfläche glatt. So glatt, wie es das Urmodell (war stark gebraucht) zugelassen hat. Ich glaube das SW404 wird mein Standard Harz, bin sehr zufrieden. Hinweis: Ich sprenge meine Formen mit einem Schraubenzieher von einer Endseite der Form aus. Das kann ich machen, weil ich KEINE Passdübel verwende, sondern 10mm Stahlkugeln. Macht das nicht, wenn ihr Stifte verwendet! :-)

So, genug Text. Hier einige Bilder.